In der Innenstadt von Koblenz fallen derzeit ungewöhnliche Papierkörbe ins Auge. Wie der Kommunale Servicebetrieb Koblenz mitteilt, werden aktuell sechs moderne Abfallbehälter getestet, die mit innovativer Technik für mehr Effizienz sorgen sollen.
Die etwa brusthohen, schrankartigen Behälter können deutlich mehr Müll aufnehmen als herkömmliche Modelle. Möglich macht das eine integrierte Presse, die den Abfall automatisch verdichtet. Dadurch fassen die neuen Papierkörbe bis zu fünfmal so viel Müll wie normale Behälter – ein klarer Vorteil, besonders an stark frequentierten Orten mit vielen To-Go-Verpackungen.
Solarenergie trifft smarte Technik
Betrieben werden die intelligenten Mülleimer durch ein Solarmodul auf der Oberseite. Dieses liefert die nötige Energie für die Müllpresse und versorgt gleichzeitig ein digitales System, das den aktuellen Füllstand in Echtzeit über das Internet an den Servicebetrieb meldet.
Auch in der Handhabung sind die Behälter benutzerfreundlich gestaltet: Eine barrierefreie Einwurfklappe lässt sich per Handgriff oder Fußpedal öffnen. Zusätzlich gibt es einen separaten Einwurf für Zigarettenkippen. Das geschlossene Design verhindert, dass Müll sichtbar ist oder vom Wind verweht wird – ein Beitrag zu einer sichtbar saubereren Innenstadt.
Kampagne mit „Reiner“ soll sensibilisieren
Platziert wurden die Testbehälter an ausgewählten Punkten, unter anderem am Löhrrondell. Damit sie sofort auffallen, sind sie im Stil der aktuellen Stadtsauberkeitskampagne gestaltet.
Zentrale Figur ist dabei „Straßenreiniger Reiner“. Die sympathische Werbefigur macht auf das Problem von achtlos entsorgtem Müll aufmerksam und ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, aktiv zur Sauberkeit in Koblenz beizutragen.
Mit dem Pilotprojekt setzt die Stadt auf moderne Technik, um klassische Herausforderungen der Stadtreinigung effizienter zu lösen – und zugleich das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Abfall zu stärken.
