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Stadtrat diskutiert über Freizeitpark

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Schausteller-Angebote auf städtischem Gelände

Wird es in Andernach bald eine Art Freizeitpark geben, der von heimischen Schaustellern betrieben wird? Einen entsprechenden Antrag hat die CDU-Fraktion gestellt. Und damit beschäftigt sich der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 3. September, 18 Uhr, in der Mittelrheinhalle.

Die CDU-Stadtratsfraktion hat beantragt zu prüfen, ob ein zusätzliches Freizeitangebot in Andernach realisiert werden kann. Weil wegen der Corona-Pandemie Großveranstaltungen wie Kirmes und Jahrmärkte nicht möglich sind, soll es für die Bürger ein zusätzliches Freizeitangebot geben, das Schaustellern eine Möglichkeit einräumt, trotz Corona Einnahmen zu generieren. Für die Errichtung eines entsprechenden Freizeitparks soll den Schaustellern ein möglichst zentral gelegenes Grundstück zur Verfügung gestellt werden. Des Weiteren soll ein zusätzlicher verkaufsoffener Sonntag ins Auge gefasst werden.

Die Stadt hat die bestehende Situation geprüft. Einige Städte wie Düsseldorf und auch Koblenz haben den dort ansässigen Schaustellern Gelände zur Verfügung gestellt, um dort befristet Freizeitparks einzurichten. In Koblenz wurde dafür der Messeplatz am Wallersheimer-Kreisel zur Verfügung gestellt. Jedoch erfreuen sich diese Freizeitparks keinem großen Zuspruch und werden bisher offensichtlich noch nicht so angenommen, wie von den Schaustellern erhofft.

Die Stadt hat daher Gespräche mit den ortsansässigen Schaustellern Peter Heinen und Christian Barth geführt. Beiden wurde zunächst der Sportplatz an der Koblenzer Straße angeboten. Beide lehnten dieses Angebot aufgrund der oben genannten Erfahrungen mit größeren Freizeitparks in anderen Städten aber ab. Vielmehr würde sie Firma Heinen einen wesentlich kleineren „Familienpark“ im Bereich des alten Busparkplatzes vor dem Bollwerk bevorzugen. Die Firma würde diese Veranstaltung in eigener Verantwortung organisieren und dabei auch noch weitere Andernacher Schausteller berücksichtigen. Die Firma Barth wiederum würde einen Imbiss mit Biergarten im Bereich des Schlossgartens favorisieren. Hier käme eine Zusammenarbeit mit dem städtischen Kulturamt während eines denkbaren Kulturwochenendes Anfang September, gegebenenfalls mit einer Verlängerung um eine oder zwei Wochen, in Betracht. In beiden Fällen würden die entsprechenden Hygienevorgaben im Sinne der Corona-Bekämpfungsverordnungen beachtet.

Ein zusätzlicher verkaufsoffener Sonntag ist nach Auffassung der Stadt nicht möglich. Zum einen kommt es an einem verkaufsoffenen Sonntag erfahrungsgemäß zu erheblichen Kundenströmen im Innenstadtbereich. Diese sind unter den Gesichtspunkten der Corona-Bekämpfungsverordnungen aber weder steuerbar noch kontrollierbar. Zum anderen dürfte ein solch verkaufsoffener Sonntag nur der Annex einer weitaus größeren Veranstaltung sein. Dies wurde der Stadt im vergangenen Jahr durch den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Koblenz aufgegeben. Daher ist bereits aus diesem Grund die alleinige Festsetzung eines verkaufsoffenen Sonntags ohne eine dazugehörige Veranstaltung nicht möglich. Jetzt ist der Stadtrat am Zug.