Wachsende Nachfrage, offene Zukunft
In Traben-Trarbach richtet sich der Blick erneut auf den sogenannten Cyberbunker. Das Land Rheinland-Pfalz sucht weiterhin nach einem Käufer für das außergewöhnliche Gelände – und das Interesse steigt deutlich: Inzwischen gibt es 54 potenzielle Käufer.
Nach Angaben des Landesamts für Steuern in Koblenz prüfen derzeit auch öffentliche Stellen eine mögliche Nutzung. Konkrete Details dazu bleiben allerdings unter Verschluss. Klar ist jedoch: Die Mehrheit der Interessenten plant eine gewerbliche Nutzung, insbesondere im IT-Sektor.
Ein Verkauf ist weiterhin vorgesehen. Über den möglichen Preis schweigt das Land bewusst – mit Blick auf eine möglichst lukrative Vermarktung.
Vom Darknet-Hotspot zur Zukunftsimmobilie
Der Cyberbunker blickt auf eine spektakuläre Vergangenheit zurück. Im Jahr 2019 flog die Anlage als illegales Rechenzentrum für kriminelle Geschäfte im Darknet auf. In einem der größten Cybercrime-Verfahren Deutschlands wurden die Betreiber später verurteilt.
Die Dimensionen des Objekts sind beachtlich: Der rund 5.500 Quadratmeter große Bunker erstreckt sich über fünf unterirdische Ebenen. Zum insgesamt 13 Hektar großen Gelände gehören zudem zwei oberirdische Gebäude.
Seit September 2023 ist das Land Rheinland-Pfalz Eigentümer der Anlage. Ursprünglich diente der Bunker auf dem Mont Royal als Standort des Geoinformationswesens der Bundeswehr – bis zur Schließung im Jahr 2012.
Wie es mit dem geschichtsträchtigen Bauwerk weitergeht, bleibt offen. Sicher ist nur: Das Interesse ist groß – und die Entscheidung steht noch aus.
