Die geplante Verlagerung der WHU Otto Beisheim School of Management von Vallendar nach Düsseldorf sorgt im Landkreis Mayen-Koblenz für große Enttäuschung. Landrat Marko Boos bedauert die Entscheidung der renommierten Wirtschaftshochschule, ihre Aktivitäten langfristig in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zu bündeln.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1984 ist die WHU fest in Vallendar verwurzelt. Aktuell studieren dort rund 1.500 der insgesamt etwa 2.100 Studierenden. Die Hochschule zählt zu den führenden Wirtschaftshochschulen Europas und gilt als bedeutender Bildungs- und Wirtschaftsfaktor der Region.
Landrat fordert Unterstützung vom Land
Der neue Campus in Düsseldorf soll bis 2034 entstehen. Zwar soll der Standort Vallendar laut WHU „bis auf Weiteres“ bestehen bleiben, dennoch befürchtet Boos langfristig einen vollständigen Rückzug. Dies wäre aus seiner Sicht ein herber Verlust für die gesamte Region.
Der Landrat appelliert deshalb an die rheinland-pfälzische Landesregierung, sich stärker für den Erhalt des Standorts einzusetzen. „Wir hoffen, dass sich das Land stärker einbringt, um die WHU zumindest in Teilen an den Standort binden zu können“, erklärt Boos.
Hoffnung auf eine Zukunft in Vallendar
Trotz der angekündigten Umzugspläne gibt der Landrat die Hoffnung nicht auf. Nach eigenen Angaben steht er bereits mit dem Rektor der WHU in Kontakt und möchte gemeinsam Perspektiven für den bisherigen Hochschulstandort entwickeln.
„Ich hoffe, dass wir in der Standortfrage eine Lösung finden“, betont Boos. Ziel sei es, zumindest Teile der Hochschule langfristig in Vallendar zu halten und damit einen wichtigen Bildungs- und Wirtschaftsfaktor für die Region zu bewahren.
