Auf der Niederberger Höhe entstehen moderne Unterkünfte für geflüchtete Menschen. Zwei neue Wohnmodule stehen kurz vor der Fertigstellung und ersetzen schrittweise die in die Jahre gekommenen Containeranlagen. Möglich macht dies eine Schenkung der Debeka an die Stadt Koblenz.

Koblen |

Die Stadt Koblenz erweitert ihre Kapazitäten zur Unterbringung geflüchteter Menschen. Auf der Niederberger Höhe werden derzeit zwei neue Wohnmodule fertiggestellt. Eines der Gebäude ist bereits bezugsfertig, beim zweiten laufen die letzten Arbeiten.

Die neuen Unterkünfte sind Teil einer umfassenden Modernisierung der Wohnsituation für Geflüchtete. Nach und nach sollen die bislang genutzten 123 Wohncontainer ersetzt werden. Viele dieser Anlagen stammen noch aus den 1980er Jahren und weisen inzwischen erhebliche Schäden auf.

Schenkung der Debeka entlastet die Stadt

Möglich wird das Projekt durch eine Schenkung der Debeka. Die neuen Module verursachen für die Stadt keine Anschaffungskosten und überzeugen zudem durch ihre energieeffiziente Bauweise.

„Mit den neuen Modulen schaffen wir zeitgemäße und angemessene Unterbringungsmöglichkeiten für Geflüchtete. Gleichzeitig profitieren wir von deutlich geringeren Betriebskosten und einer besseren Energiebilanz“, betont Bürgermeisterin Ulrike Mohrs.

Zusammenarbeit begann 2022

Die Kooperation zwischen der Stadt und der Debeka reicht bis ins Jahr 2022 zurück. Während des Umzugs des Versicherungsunternehmens in seinen Neubau in Moselweiß nutzte die Debeka temporäre Büromodule. Gleichzeitig stieg infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine der Bedarf an Unterkünften für Geflüchtete in Koblenz deutlich an.

Zunächst konnte ein erstes Modul für die Unterbringung erschlossen werden. Später übernahm die Stadt weitere nicht mehr benötigte Einheiten. Aus dieser erfolgreichen Zusammenarbeit entstand schließlich die Idee, zwei zusätzliche Wohnmodule dauerhaft für die Stadt zu sichern. Die Debeka stellte diese schließlich als Schenkung zur Verfügung.

„Wir leisten als Unternehmen einen großen Beitrag für das Gemeinwohl. Dieses Engagement kann auch über Versicherungsleistungen hinausgehen. Wir fühlen uns unserer Heimatstadt und der Region eng verbunden“, erklärt Debeka Vorstandsvorsitzender Thomas Brahm.

Bei einer gemeinsamen Besichtigung machten sich Bürgermeisterin Ulrike Mohrs, Thomas Brahm und Joachim Hinse, Leiter der Immobilienverwaltung der Debeka, zuletzt ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten.