Ein (Sport-)Blick auf 2020

Es musste alles verschoben werden, was 2020 für Glanz im Sport sorgen sollte. Die Olympischen Spiele der behinderten und nicht behinderten Sportler in Tokio, die Europameisterschaft im Fußball und auch in unserer regionalen Welt des Sportes brach alles zusammen. Zweimal musste im Fußball die Saison bei den Amateuren abgebrochen werden. Die von 2019/20 fand  dann kein Ende mehr und ob die, die jetzt im November erneut unterbrochen wurde, ein Ende finden wird im kommenden Jahr, es ist eine von vielen offenen Fragen. Der Profifußball quält sich mit einem guten Hygienekonzept, aber ohne Zuschauer, über die Runden, nur um  Fernsehgelder und Sponsoreneinnahmen zu retten, also das was zum Überleben wichtiger ist als die Präsenz der Fans.
Und so wie im Fußball geht es auch den anderen Sportarten. Unterhalb der Regionalligen ist alles abgesagt. Und niemand weiß wie es weitergeht. Nicht einmal wo gespielt werden könnte, wenn es weiterginge. Die Volleyballer aus Wierschem hätten ihre Maifeldhalle in Polch gar verloren, weil die das Impfzentrum des Landkreises ist. Was auch zeigt, dass es Wichtigeres als Sport gibt.
Und alle, die aus unserem Land Sport treiben, wünschten sich vielleicht, dass es dieses vermaledeite Jahr  doch besser nicht gäbe: Mainz 05 in der Bundesliga, der 1.FC Kaiserslautern in der dritten Bundesliga und der TTC Grenzau in der Tischtennis-Bundesliga, sie sind alle am Tabellenende. Und setzen drauf, dass es wahrlich nur besser werden kann. Nur Rot-Weiß Koblenz, denen man im Fußball eine zweite Regionalligasaison geschenkt hat, sind weitaus besser als in der letzten Saison. Sie sind ganz nahe dran am Mittelfeld. Es wäre in der Pandemie eine Sensation, wenn es die Rot-Weißen schafften.
Und die Sportler, die bei normalem  Verlauf schon von den Olympischen Spielen in Tokio zurückwären, sie hoffen jetzt auf das kommende Jahr. Peter Joppich, der Fechter aus Koblenz, Kai Kazmirek, der Neuwieder Zehnkämpfer , oder Ricarda Funk, die Kanuslalomfahrerin aus Bad Breisig.
Und alle, für die der Sport Bewegung, Treffen mit Freunden und Geselligkeit ist, sie alle hat Corona ausgebremst. Und Vereinsjubiläen verhindert und  Weihnachtsfeiern und Ausflüge. Die Mobilität, die Sport ausmacht, sie hat 2020 einen schlimmen Bruch bekommen. Da ist vieles aus der Balance geraten und es hat doch zugleich eine Menge von Vereinen auf neue Ideen gebracht. Damit niemand meint, ein Virus könne sie ganz aus der Bahn werfen, haben sie aus der Kiste ihrer Ideen und Einfälle alles herausgenommen, was  den Zusammenhalt im Verein, den Kitt, garantiert. Es ist in fast allen Fällen gelungen, dass in einem Jahr der Brüche die Vereine nicht auseinander brechen.

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