Das Zusammenspiel im Karbacher Sturm (blau) mit (v.l.) Feilberg, Jakobs und Gubertini muss sich deutlich bessern, wenn man Tore erzielen will. (Foto: tol)

Fußball-Oberliga: Hunsrück-Teams brauchen Punkte

Für die beiden Mannschaften aus dem vorderen Hunsrück wird es in der Fußball-Oberliga langsam Zeit, Punkte auf dem eigenen Konto zu sammeln. Beide rangieren derzeit im hinteren Bereich der Tabelle und damit droht nach der Vorrunde die Teilnahme an einer wohl ziemlich rauen Abstiegsrunde. Aber bis dahin gibt es noch genügend Gelegenheiten, um die derzeitigen Abstände zu den Top-Sechs der Tabelle aufzuholen.

Für den TSV Emmelshausen wiederholen sich ein wenig die Erfahrungen aus dem ersten Oberligajahr in der Saison 2018/19. Wie damals, liefert man auch in den bisherigen fünf Partienen der aktuellen Spielzeit ganz ansprechende Leistungen ab. Doch jeweils in der zweiten Halbzeit der Spiele war dem Team von Trainer Julian Feit ein Nachlassen der Kräfte und auch mangelnde Spielpraxis auf Oberliga-Niveau anzumerken. Dennoch sieht man die Situation im TSV gelassen. Wie schon vor zwei Jahren wird auch diesmal seitens der Vereinsführung weder Druck noch übertriebene Erwartungshaltung der Mannschaft entgegengebracht. Denn der Spielplan hielt in drei der fünf Spiele gleich die härtesten Gegner der Liga für den TSV bereit, Trier, Kaiserslautern und Engers belegen die drei vorderen Plätze der Tabelle und gegen alle drei musste man bereits antreten.

Da könnten zu den zwei Punkten, die der TSV bisher auf der Habenseite hat, nun gegen den BFV Hassia in Bingen (Fr. 2.10., 19.30 Uhr) vieleicht einer oder gar drei dazukommen. Allerdings darf man die Mannschaft aus der Mäuseturmstadt nicht unterschätzen. Die unterlag zwar am letzten Spieltag in Trier mit einem klaren 5:0, dennoch wird der BFV alles auf heimischen Platz daransetzen, um als Tabellensiebter mit einem Sieg den Anschluss an die oberen Hälfte des Rankings zu halten.

Dieser Bereich ist auch das erklärte Ziel des FC Karbach. Zumindest hat Trainer Torsten Schmidt einen Platz unter den ersten Sechs vor Saisonbeginn als solches definiert. Doch läuft es bisher nicht so richtig rund bei den Blau-Weißen. Schon die Heimniederlage im ersten Spiel gegen Bingen offenbarte Schwächen. Der eher glückliche Sieg beim inzwischen auf Platz elf abgerutschten FSV Salmrohr weckte nochmal Hoffnungen, die aber nun nach dem ernüchternden 1:5 gegen Aufsteiger Mülheim-Kärlich kaum noch berechtigt sind. Will man tatsächlich vorne mit dabei sein, dann muss man vor allem in den Heimspielen deutlich stärker auftreten. In den drei Partien hat man auf dem Quintinsberg bisher sieben Punkte liegengelassen, wobei das jeweilige Auftreten der Mannschaft die Fans nicht zufriedenstellen konnte. Im Angriff kaum wirkungsvoll und ohne zwingendes Spielsystem war sie jeweils für die Gegner leicht auszurechnen, die dann mit schnellen Kontern meist zu ihren Torerfolgen kamen.

Dass man vom noch relativ jungen Karbacher Kader keine Wunder erwarten sollte, betonte Schmidt schon vor der Saison. Dennoch wird er sich so langsam mit seinem Co-Trainer Maxi Junk Gedanken machen müssen, wie sie das Karbacher Spiel insgesamt effektiver gestalten können. Ein Prüfstein ist da sicher der SV Alemannia Waldalgesheim, der am Samstag 3.10 um 15.30 Uhr Gast auf dem Quintinsberg ist. Will man die Bilanz von bisher fünf erzielten Punkten bei einem Torverhältnis von -5 verbessern, sollte gegen den Aufsteiger ein Sieg, möglichst ein deutlicher, her.

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