Foto: TuS Koblenz

Anel Dzaka im Exklusivinterview: "Koblenz ist schon etwas Besonderes"

Die TuS Koblenz ist Mitten drin in der Vorbereitung auf die neue Saison in der Oberliga. Wir haben vorab mit Trainer Anel Dzaka gesprochen.

Herr Dzaka, wie froh sind Sie, wieder auf dem Platz zu stehen?

Ja, ich bin natürlich glücklich wie wir alle. Absolute Glücksgefühle, nach so einer langen Pause. Es war keine einfache Zeit: Man kann sich ja vorstellen, sieben, acht Monate kein Fußball, nicht trainieren zu können. Fußball spielen ist das, was man am liebsten macht und was man das Leben lang macht. Es war für uns alle, auch für die Spieler nicht einfach. Gott sei Dank sind wir seit ein paar Wochen wieder zusammen und wir sind alle einfach glücklich.

Die Spieler waren also auch glücklich, wieder zu kicken?

Ja, absolut. Die waren darüber überglücklich. Die sind jetzt im Training sehr engagiert, muss man sagen. Ich muss natürlich, oder wir als Trainer, müssen mit der Dosierung aufpassen, dürfen jetzt nicht zu viel machen, nach so einer langen Pause. Aber die Jungs waren fleißig, die haben ihre Pläne gehabt und waren auch in der Pause sehr fleißig. Ich habe aber auch nichts anderes erwartet von meinen Jungs. Und da kann man auch nochmal hier an dieser Stelle den Jungs ein Kompliment aussprechen.

Ihr seid mit dem Rheinlandpokal wieder sehr früh in den Pflichspielbetrieb der neue Saison eingestiegen. Was sagen Sie zum Thema Rheinlandpokal?

Ja, ist halt schwierig. Wir können das nicht beeinflussen. Wir können nur tun, was wir beeinflussen können. Und wie gesagt, das können wir nicht beeinflussen. Ist halt so entschieden, wie es entschieden ist. Ich habe meine eigene Meinung dazu. Aber es ist ein Pflichtspiel und da müssen wir natürlich schauen, nach so einer langen Pause auch mit der Trainingsdosierung. Das Wichtigste ist, dass wir am 14.8., wenn es richtig losgeht, dass wir da auf dem Punkt sind. Aber natürlich wollen wir auch im Pokal jedes Spiel gewinnen, ist ja ganz klar.

Was trauen Sie Ihrer Mannschaft in der neuen Saison zu?

Wir wollen, wie die letzten Jahre auch, jedes Spiel gewinnen. Wir haben sehr viele junge Spieler aus unserer Schängel-Schmiede und die entwickeln sich toll. Wir wollen dieses Jahr auch jeden Spieler besser machen. Man hat gesehen, in den letzten letzten Jahre mit Felix Könighaus und jetzt mit Leon Waldminghaus, dass wir tolle Arbeit machen. Und jetzt sind wieder vier Spieler von der U19 bei uns im Training bei der ersten Mannschaft. Die machen das so toll die ersten Wochen und ich bin mir sicher, dass der ein oder andere schnell bei uns auflaufen wird.

Dieter Paucken hat den Verein verlassen, wie sehr wird er dem Verein fehlen?

Ja, natürlich wird Dieter Pauken nicht nur der Mannschaft fehlen, sondern auch den Fans und dem ganzen Umfeld. Es ist natürlich schade, dass er nicht geblieben ist. Es war klar kommuniziert, dass wir einen Torwart holen, der spielen kann, weil Dieter die letzte Zeit auch viele Probleme hatte. Durch die Arbeit konnte er nicht bei jedem Training da sein und ein gewisses Alter ist auch da. Dennoch ist es schade.

Wie sehr freuen Sie sich darauf wieder vor Fans aufzulaufen?

Da habe ich jetzt schon Gänsehaut. Ich denke, das macht den Fußball aus, sah man bei der EM ja auch. Ich hoffe wir sind auf einem guten Weg, dass das so bleibt und dass viele Fans ins Stadion kommen können. Und ich denke, ohne Emotionen, ohne Fans, wird es auch keinen Fußball geben. Für die Fans machen wir das alles.

Sie haben eine lange Vergangenheit mit dem Verein, gibt es für Sie eine Situation, an die sie sich immer erinnern werden?

Es gibt sehr viele Situationen. Wir hatten hier eine tolle Zeit. Ich bin 2004 nach Koblenz gekommen. Dann war der Aufstieg 2006. Das waren Zeiten. Ich habe es schon mal erwähnt, nicht nur für die TuS Koblenz, die Fans, sondern für die ganze Region und für die ganze Stadt. Das kann uns keiner mehr nehmen. Das war eine tolle Zeit. Wenn ich daran denke während des Aufstiegs war ganz Koblenz auf den Beinen. Das war sensationell. Ich persönlich bin hier heimisch geworden und das wird auch immer so sein. Koblenz ist schon etwas Besonderes.

Wie war es für Sie, als Sie die Möglichkeit bekommen haben, die Mannschaft zu trainieren?

Ich habe angefangen in der Jugend bei der U13, dann habe ich die U15 übernommen und dann auch relativ schnell, nach ein paar Monaten, die U17. Ich habe mich dann auch weitergebildet, meine Scheine gemacht. Mittlerweile habe ich den A-Schein jetzt auch die UEFA A-Lizenz und auch in der nahen Zukunft habe ich vor den Fußball-Lehrer zu machen. 2018 habe ich sofort „Ja“ gesagt, denn ich wollte dem Verein helfen. Und dann habe ich das gemacht und die erste Mannschaft übernommen. Es war wie im Traum. Bis jetzt haben wir vieles richtig gemacht. Ich war Spieler, jetzt Trainer und Fan werde ich immer bleiben.

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