Liebe Leserinnen und Leser,
es ist Mitte Dezember, die Adventszeit neigt sich dem Höhepunkt zu und als wäre nicht schon für ausreichend Beschäftigung mit all den Vorbereitungen und Adventsaktionen gesorgt, ist es auch die Zeit, in der erfahrungsgemäß die Aushänge über auftretende Krankheiten in den Kindergärten und Schulen ein nie gewohntes Ausmaß annehmen.
Ist ein bisschen wie am Buffet, man kann überlegen, was einem am liebsten wäre: Magendarmgrippe, Bindehautentzündung, Hand-Mund-Fuß-Krankheit (kannte ich vor meiner Zeit als Mutter nicht mal), gewöhnlicher grippaler Infekt oder doch Läuse? Na gut, so läuft es dann leider nicht und man nimmt, was man bekommt. Uns hatte es jetzt leider auch erwischt. Magendarmgrippe. Erst Kind 1, dann Kind 2. Mein Magen rumort zwar seit geraumer Zeit, aber es könnte auch ein Fall von „Hoffentlich-bekomme-ich-es-nicht“-Nervosität sein. Nun denn, der Zeitpunkt ist ja grundsätzlich nicht der Richtige und so machen wir das Beste aus der Situation, indem wir uns zuhause einkuscheln, alle Termine absagen und uns für ein paar Tage vom sozialen Leben abkapseln. Besser für uns und besser für die anderen. Mein Tipp für diese Jahreszeit an euch ist es, auf alle Fälle die Vorräte hinsichtlich Zwieback, Salzstangen und Tee aufzufüllen, um dafür nicht noch unnötig los zu müssen.
Und letztendlich, auch wenn es nicht gewollt war, so eine kleine Zwangspause inmitten der Zeit, die eigentlich als besinnlich wahrgenommen werden sollte und leider doch so oft in Hektik und Stress ausartet, ist doch auch nicht schlecht. Denn mir fällt, vor allem als Mutter von zwei kleinen Raufbolden in den letzten Jahren verstärkt auf, dass die Zeit immer schneller rast. Man hastet von einem Termin zum nächsten, Dinge, die zum Jahresende noch unbedingt erledigt werden wollen. Dazu kommt in der schnelllebigen Zeit der Druck von außen, es dieses Jahr noch besser machen zu wollen, als Letztes. Schönere Weihnachtsdeko, am besten DIY, selbstgebackene Plätzchen, die Wohnung oder das Haus noch mal schnell entrümpeln und in Weihnachtsglanz bringen, alle Geschenke besorgen... ihr kennt es sicher alle. Ich für meinen Teil habe mir aber angewöhnt, wieder zurück zu kehren zu Tradition und Besinnlichkeit. Wir basteln, weil uns danach ist und nicht, weil wir es müssen. Plätzchen backen ja, aber es geht um den Spaß und das gemeinsame Tun, nicht um das Ergebnis. Und auch, wenn meine Kinder größtenteils sehr medienfrei aufwachsen, ist gerade die Adventszeit mit einer Tasse Kakao und einem Weihnachtsfilm doch das, was unsere schönen Erinnerungen ausmacht.
Lasst euch nicht stressen vom Druck, der von außen auf euch einprasselt. Denn gerade jetzt solltet ihr die kleinen Momente genießen, die Batterien aufladen und euch einmal mehr als weniger zurücklehnen und besinnen. Wenn auch ausgelöst durch eine nicht ganz gewollte Zwangspause, wie in Form einer saisonalen Erkrankung.
In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne restliche Adventszeit, besinnliche Feiertage und viele Glücksmomente mit euren Liebsten.
Eure Dani
