Die Deichstadtvolleys brachten wieder drei Punkte mit. (Foto: VC Neuwied)

Deichstadtexpress auch in Bad Soden nicht gestoppt

Mit 3:0 (21, 11,18) nach 68 Spielminuten setzten sich die Deichstadtvolleys standesgemäß durch und bleiben weiterhin seit dem 27.September ungeschlagen. Dennoch war es am Valentinstag kein Spaziergang im Kurpark von Bad Soden.
Dirk Groß schenkte in der Badestadt diesmal Kaya Schulz auf der Außen-/Annahmeposition sein Vertrauen, er sollte nicht enttäuscht werden. Es ist schließlich kein Geheimnis in der Liga mehr, dass ein Erfolg gegen die Deichstadtvolleys nur gelingen kann, wenn sie auf dieser Schlüsselposition unter Druck gebracht werden können.
Schon mit dem 1.Aufschlag ließ Bad Sodens Paula Gürsching erkennen, dass es auch heute so laufen sollte. Kurz gesagt – es klappte nicht. Der Neuwieder Annahmeriegel hielt und die Neuwieder Nachwuchsspielerin ihrerseits konnte sich immer wieder in Szene setzen. So geriet der erste Durchgang insgesamt zu einem gegenseitigen Abtasten – keine Mannschaft konnte bis zum 18:18 einen deutlichen Punktvorsprung herausarbeiten. Dann aber zeigten die Neuwiederinnen ihre Stärke, in der satzentscheidenden Phase zulegen zu können. „Auf diesen Satz bin ich besonders stolz“, bilanzierte Dirk Groß nach der Partie. „Wir haben dem Druck standgehalten und konnten dann am Ende unsere ganze Klasse ausspielen!“ Dem schnellen Spiel unter Isabelle Marciniaks Regie konnten die Hessinnen nichts mehr entgegensetzen. Aus dem Gleichstand war in Kürze ein 25:21 geworden.
Wie der erste Satz geendet hatte, ging es auch im zweiten Durchgang weiter: Bad Soden versuchte jetzt, mit schnellem Spiel über die Außenangreiferin zum Erfolg zu kommen, drei mal in Folge war es aber das Neuwieder Blockduo Kamarah/Anderson, das der Gegnerin eine unüberwindbare Wand entgegenstellte: Dreimal knallte der Ball zurück vor deren Füße, die Deichstadtvolleys hatten das Kommando in der Halle übernommen. „Das war einer der besten Sätze dieser Saison“, freute sich VCN-Vorsitzender R.Lepki in der Satzpause über das 25:11. Die Deichstadtvolleys hatten gerade ein Angriffsfeuerwerk abgebrannt, das auch Zufriedenheit bei Dirk Groß auslöste: „Wir haben mit richtigem Speed gespielt und gezeigt, was wir draufhaben! Leider haben wir aber dann im dritten Satz etwas den Faden verloren…“
Diese Einschränkung sollte aber nicht bedeuten, dass der Tabellenführer noch einmal in Bedrängnis geriet. Die Körpersprache der Gastgeberinnen verriet, dass sie sich nach dem fulminanten Satz anscheinend aufgegeben hatten, die Deichstadtvolleys ihrerseits schalteten innerlich wohl einen Gang zurück, Unkonzentriertheiten wechselten mit sehenswerten Spielzügen, doch konnte von Satzbeginn an ein klarer Vorsprung herausgespielt und bis zum Endstand von 25:18 ausgebaut wurde. Zur Satzmitte hin war Hannah Dücking für Kaya Schulz ins Spiel gekommen, der einzige Wechsel auf Neuwieder Seite.
Zur Spielerin des Tages wurde schon zum zweiten Mal Kaya Schulz gewählt. „Kaya hat die Annahme gehalten und so ein sehr gutes Spiel gemacht“, lobte ihr Trainer die Wahl seines Kollegen Steffen Pfeiffer. Dieser begründete seine Wahl genauso. „Neuwied hat einige spektakulärere Spielerinnen. Unsere Taktik war aber darauf ausgerichtet, Kaya in der Annahme in Schwierigkeiten zu bringen,. Das ist uns nie gelungen, deshalb hat sie erheblich zum Neuwieder Erfolg beigetragen“. Die Niederlage gegen den Tabellenführer nach 4 Siegen in Folge erschüttert ihn nicht. „Wir sind mit einer Mannschaft aufgestiegen, die wir mit eigenem Nachwuchs und Spielerinnen aus der Region neu aufgebaut haben. Deshalb sind wir als Neuling sehr zufrieden, in der Liga angekommen zu sein und einen sicheren Tabellenplatz einzunehmen.
Am kommenden Samstag wollen die Deichstadtvolleys um 19 Uhr in eigener Halle ihre Siegesserie gegen die proWin Volleys TV Holz fortsetzen . Fabian und Saskia freuen sich darauf, die Fans wieder im besten Livestream der Liga unter www.sporttotal.tv/ma4d149a3d begrüßen zu dürfen.

Die Deichstadtvolleys: Church, Marciniak, Henning, Brown, Anderson, Dücking, Kamarah, Schulz, Bnösling, Hauck; Trainer: Dirk Groß, Ralf Monschauer

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