Die höchste Herren-Spielklasse des Fußballverbandes Rheinland blickt inzwischen auf eine lange Geschichte zurück. Zur Saison 1952/53 wurde sie als 1. Amateurliga Rheinland eingeführt und war damals sogar die dritthöchste Spielklasse im deutschen Fußball. Ab 1978/79 hieß sie Verbandsliga Rheinland, seit der Saison 2003/04 trägt sie ihren heutigen Namen Rheinlandliga. Die Saison 2026/27 ist damit insgesamt die 75. Spielzeit, die 49. seit Einführung der Verbandsliga Rheinland und die 24. unter der heutigen Bezeichnung.
Aktuell bildet die Rheinlandliga die sechste Ebene im deutschen Ligensystem und das Oberhaus des Fußballverbandes Rheinland. 18 Mannschaften gehen in dieser Saison an den Start.
An der Spitze der ewigen Meisterliste steht Germania Metternich mit sechs Rheinlandmeisterschaften. Dahinter folgen der TuS Mayen und die Eisbachtaler Sportfreunde mit jeweils fünf Titeln. Der SV Leiwen und die SpVgg EGC Wirges kommen auf jeweils vier Meisterschaften. Die Statistik muss allerdings auch vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass Vereine wie Eintracht Trier, TuS Koblenz oder der FV Engers über lange Zeiträume in höheren Spielklassen vertreten waren.
Besonders auffällig ist in dieser Saison die Zahl der Aufsteiger. Gleich sechs Mannschaften sind neu in der Liga: die drei Bezirksliga-Meister SG Malberg/Rosenheim, SV Untermosel Kobern-Gondorf und FSV Trier-Tarforst sowie TuS Mayen, TuS Mosella Schweich und SG 06 Betzdorf. Mayen kehrt nach drei Jahren in die Rheinlandliga zurück.
Auf der anderen Seite fehlen zwei der stärksten Mannschaften der vergangenen Saison. Meister Ahrweiler BC stieg direkt in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar auf. Vizemeister SV Rot-Weiss Wittlich schaffte anschließend über die Aufstiegsrunde ebenfalls den Sprung in die fünfte Liga.
Für Marco Schütz, Vizepräsident Senioren des Fußballverbandes Rheinland und Mitglied des Spielausschusses, sind damit die Voraussetzungen für eine interessante Saison gegeben. „Da sind einige Clubs dabei, die nach Höherem streben und absteigen will eh keiner. Das sind beste Voraussetzungen für eine große Spannung“, sagt Schütz.
Schon der Auftakt bietet aus regionaler Sicht einen besonderen Vergleich: Der SV Laubach trifft am Freitagabend auf den fünfmaligen Rheinlandmeister TuS Mayen. Danach folgt am Wochenende das komplette Programm des ersten Spieltags. Unter anderem empfängt die SG Malberg den SV Untermosel, während sich am Sonntag die SG 06 Betzdorf und Mosella Schweich gegenüberstehen.
Nach einer Saison, in der Ahrweiler und Wittlich die beiden ersten Plätze belegten und anschließend gemeinsam den Sprung in die Oberliga schafften, beginnt das Rennen um die Spitze damit weitgehend neu.
