Jetzt ist er bei Red Bull, macht viel Werbung für, zugegeben, interessante Produkte, bei der WM ist er Experte für einen deutschen Fernsehsender.
Und dann der 29. Juni 2026. Unter den letzten 32 WM-Teilnehmern scheitert der vierfache Weltmeister Deutschland an Paraguay, jämmerlich, selten sind deutsche Fußballer mit ihrem Talent so miserabel umgegangen. Nach dem Spiel sagt der Bundestrainer, er wolle weitermachen, seinen Vertrag bis zur EM 2028 erfüllen, wenn auch der DFB das wolle. Rudi Völler, sein jovialer, fast väterlich wirkender Freund, hat Nagelsmann in der Nacht der Niederlage den Rücken gestärkt. Das ehrt Rudi, dem Fußball hilft es nicht. Wer will wirklich, dass Nagelsmann weitermacht. Er hat aus dieser Mannschaft kein Spitzenteam gemacht, aus den vielen guten Spielern keine Toppstars, so wie sie andere Mannschaften haben. Nagelsmann und alles um ihn herum, die DFB-Spitze eingeschlossen, das ist uninspirierte Alltagskost, die nicht wie ein Sauerteig wirkt, der jeden Moment explodiert.
Das wäre mit Klopp anders. Er kann bewegen, begeistern, er kann aus Teams große Mannschaften machen. Und er würde vorne stehen und das Gewäsch der Alltäglichkeiten würde bei ihm abprallen. Nur ein Ziel hätte er. Aus Deutschland wieder eine große Fußballnation zu machen, die Nationalmannschaft aus der momentanen Zweitklassigkeit herausholen.
Jürgen Klopp hätte die Fähigkeit und die Statur dafür, dass die Zeit vorbei ist, wo ein großes Fußballland nur noch belächelt wird.
