Mit einer Silbermedaille für die aus Diez stammende Olivia Gürth und Bronze für die 4-mal-100-Meter-Staffel der LG Rhein-Wied sind die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid aus regionaler Sicht erfolgreich zu Ende gegangen. Sophia Junk verpasste bei ihrer Titelverteidigung über 200 Meter als Vierte das Podest nur knapp.

Bochum-Wattenscheid |

Die nationalen Titelkämpfe am 25. und 26. Juli im Lohrheidestadion waren zugleich eine wichtige Standortbestimmung vor den Europameisterschaften, die vom 10. bis 16. August in Birmingham stattfinden. Bereits am Samstag war das Stadion mit 14.000 Zuschauern ausverkauft. Zu den sportlichen Höhepunkten des Wochenendes gehörten unter anderem das Sprint-Double von Owen Ansah, zwei Meisterschaftsrekorde am Sonntag sowie 8,29 Meter von Weitspringer Simon Batz.

Gürth läuft hinter Krause zu Silber

Einen der Höhepunkte des Schlusstags setzte das Rennen über 3.000 Meter Hindernis der Frauen. Olivia Gürth, die aus Diez stammt und für den Silvesterlauf Trier startet, gewann in 9:27,08 Minuten die Silbermedaille.

Der Titel ging an ihre Vereinskameradin Gesa Felicitas Krause. Die zweimalige Europameisterin setzte sich in der Schlussrunde ab und gewann in 9:24,40 Minuten. Damit stellte sie einen neuen Meisterschaftsrekord auf. Dritte wurde Lea Meyer vom VfL Löningen in 9:30,96 Minuten. Gürth hatte ihre sportlichen Wurzeln in Diez und schaffte von dort den Weg in die internationale Spitze.

Krauses Rekord war einer von zwei Meisterschaftsrekorden am Sonntag. Über 400 Meter Hürden gewann Emil Agyekum in 47,65 Sekunden. Bereits am Samstag hatte Franziska Schuster über 100 Meter Hürden mit 12,69 Sekunden die bisherige Meisterschaftsbestmarke eingestellt.

LG Rhein-Wied läuft auf das Podest

Auch für die LG Rhein-Wied gab es eine Medaille. Im Finale über 4 mal 100 Meter liefen die Sprinterinnen in 45,29 Sekunden auf Rang drei.

Deutscher Meister wurde Munich Athletics. Veronika Miller, Denise Uphoff, Svenja Pfetsch und Daryl Ndasi steigerten sich auf 44,01 Sekunden. Silber ging in 44,47 Sekunden an den Hamburger SV.

Sophia Junk verpasst Bronze um eine Hundertstelsekunde

Knapp am Podest vorbei lief dagegen Sophia Junk. Die Sprinterin der LG Rhein-Wied war als Deutsche Meisterin des Vorjahres über 200 Meter nach Wattenscheid gekommen. Im Finale belegte sie in 22,93 Sekunden Rang vier.

Der Abstand zur Bronzemedaille betrug lediglich eine Hundertstelsekunde. Jessica-Bianca Wessolly vom VfL Sindelfingen wurde in 22,92 Sekunden Dritte, Talea Prepens vom TV Cloppenburg gewann in 22,89 Sekunden Silber.

Für einen Wechsel an der Spitze sorgte Judith Bilepo Mokobe vom USC Mainz. Die 19-jährige U20-Europameisterin gewann in persönlicher Bestzeit von 22,78 Sekunden ihren ersten Deutschen Meistertitel bei den Frauen und unterbot zugleich die direkte Norm für die EM in Birmingham.

Junk hatte die EM-Norm bereits zwei Wochen vor den Deutschen Meisterschaften erfüllt: Am 10. Juli war sie in Wetzlar 22,76 Sekunden gelaufen. Damit blieb für die Athletin der LG Rhein-Wied in Wattenscheid zwar die erhoffte erfolgreiche Titelverteidigung aus, mit Platz vier im Einzel und der Bronzemedaille in der Staffel nahm sie dennoch eine DM-Medaille aus dem Ruhrgebiet mit.