Sport

 

Positive Bilanz zum Ende der Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung“

Monika Sauer zieht ein positives Fazit am Ende der Ausstellung.


Seit dem 10. September war sie auf dem Koblenzer Clemensplatz zu sehen: Die Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“.

Im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen zu „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ hatten der Sportbund Rheinland gemeinsam mit der Stadt Koblenz und dem Zentrum deutsche Sportgeschichte Berlin-Brandenburg e.V. das vielfältige Leben jüdischer Sportlerinnen und Sportler in Deutschland abgebildet. Beindruckende und bedrückende Geschichten zeichnen ein Bild von der Mitverantwortung der Sportvereine am Schicksal jüdischer Sportstars. So unterschiedlich die Biografien der beispielhaft gewählten Sportlerinnen und Sportler sind, letztlich vereint die Frauen und Männer ein Schicksal: Nur weil sie Juden waren, wurden sie während der NS-Zeit aus ihren Sportvereinen ausgeschlossen, ihre Titel wurden aberkannt, im schlimmsten Fall kamen sie in Konzentrationslagern ums Leben.

„Der Sport spricht alle Sprachen. An dieser Aussage und diesem Anspruch müssen und werden wir uns auch in Zukunft messen lassen“, betont Monika Sauer, Präsidentin des Sportbundes Rheinland. Ziel war nicht zuletzt junge Menschen auf die Geschichte und die Geschichten aufmerksam zu machen. „Wir sind sehr froh, dass zahlreiche Lehrer die Ausstellung zum Anlass genommen haben, das Thema in den Unterricht einzubinden und sie mit den Schulklassen besucht haben.“, bilanziert Sauer zum Abschluss der Ausstellung.

„Wir müssen uns als Sport unserer Verantwortung bewusst sein dafür zu sorgen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Mit der Ausstellung konnten wir einen kleinen Beitrag dazu leisten“, so Walter Desch, Präsident des Fußballverbandes Rheinland und Vertreter der DFB-Kulturstiftung.

Ausdrücklich bedanken möchten sich Sauer und Desch bei der Stadt Koblenz, insbesondere bei Bürgermeisterin Ulrike Mohrs und ihren Mitarbeiter*innen sowie dem Sport- und Bäderamt für die tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung, bei der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit e.V. Koblenz für die Ideengebung und Hilfe im Rahmen der Planung, bei der Koblenzer Polizei und dem Ordnungsamt, die regelmäßig ein Auge auf die Freiluft-Ausstellung hatten und nicht zuletzt bei der Else-Schütz-Stiftung und ihren Mitarbeiter*innen, die durch ihre großzügige Unterstützung die Realisierung der Ausstellung erst ermöglicht haben.

Zeitgleich endet die parallel gezeigte Ausstellung „Ruhmreiche Sportler aus dem Rheinland“ des Sportbundes Rheinland in den Räumen des evm-Kundenzentrums und der Tourist-Information Koblenz. Auch hierfür gilt der Dank den Mitarbeiter*innen vor Ort, die die Durchführung ermöglicht haben. Die SBR-Ausstellung zeigt 18 Sportler, die seit Anfang des 20. Jahrhunderts ihre Heimat auf internationaler Ebene vertreten und dabei große Erfolge errungen haben. Unter ihnen sind auch die ehemals jüdischen Ausnahmesportler Julius und Hermann Baruch vom ASV Bad Kreuznach. Aus Koblenz  sind zudem der Fußballer Karl Adam (Nationaltorhüter ohne Gegentor) und der Fechter Peter Joppich (Vom Musketier zum Weltmeister) vertreten.