Team-Manager Naric zieht positive Bilanz

Fußball-Oberligist FV Engers ist seit dem am 10. Juli in der Vorbereitung auf die neue Saison. Langsam wollte Trainer Sascha Watzlawik den Kader an seine Belastungsgrenzen bis zum voraussichtlichen Start im September führen. Doch der Fußballverband Rheinland (FVR) machte den FVE-Plänen einen Strich durch die Rechnung und setzte die Halbfinales um den Rheinlandpokal auf das Wochenende 15./16. August. Nun gilt zunächst die Fokussierung auf das Erreichen des Endspiels (22. August Koblenz, Oberwerth) durch einen Sieg im Heimspiel gegen die Sportfreunde Eisbachtal.

Der Kader beim FVE für die kommende Saison steht. Der neue Team-Manager Aleksandar Naric hat gute Arbeit geleistet. Nur ein Spieler hat den Verein verlassen. Der Verlust von Stürmer Henrik Hillen (Rot-Weiß Koblenz) konnte aber durch die Verpflichtung von Top-Torjäger Enrico Köppen vom Liga-Konkurrenten FC Karbach aufgefangen werden. Zudem kommen mit Lars Velten (TuS Koblenz), Fabien Fries (FC Germania Metternich), Albert Kudrenko (SG Malberg/Rosenheim) und Rückkehrer Noel Schlesiger (TuS Mayen) junge, hoffnungsvolle Talente zum Wasserturm zurück. „Wir wollen den Kader systematisch verjüngen und verstärken. Das ist uns gelungen“, zieht Naric eine positive Bilanz nach den ersten Wochen in seinem neuen Job.

Nun gilt es für Watzlawik, eine neue Mannschaft zu formen. Doch in Zeiten von Corona keine leichte Aufgabe. Die Hygiene-Vorschriften des FVR sehen höchstens 15 Spieler pro Testspiel auf dem Mannschaftsbogen vor. „Das ist schwierig nachzuvollziehen. So müssen bei uns immer mindestens neun Spieler zu schauen. Zudem kannst du so taktisch kaum etwas richtig einstudieren. Doch das Problem haben wohl alle Vereine. Ich hoffe, dass bis zum Halbfinale und Start der Saison diese Regelung nicht mehr gültig ist.“

Am Samstag mit der Partie gegen den Kreisrivalen SV Windhagen startet der FVE die Reihe seine Testspiele. Höhepunkt wird das Spiel am Samstag, den 1. August in Köln gegen die U21 des 1.FC Köln sein, die vom Ex-Mayener Trainer Stefan Ruthenbeck betreut wird. „Wir haben ansonsten alle Vorbereitungspläne geändert. Der Pokal hat eindeutig Vorrang vor Meisterschaft“, sagt Watzlawik. Auch in seinem neunten Jahr in Engers möchte Watzlawik seine Erfolgsgeschichte fortführen. Als er den Verein übernahm spielte der FVE noch in der Bezirksliga Ost.


Aktuell4u sprach mit dem Engerser Trainer.

Aktuell4u: Ist der FV Engers personell für die kommenden Aufgaben in Pokal und Meisterschaft bestens aufgestellt?

Sascha Watzlawik: Ja, die Planungen sind soweit abgeschlossen. Mit einen Spieler sind wir noch in lockeren Gesprächen. Ich bin mit der Zusammensetzung des Kaders voll zufrieden. Wir haben einen breiten Kader mit vielen jungen Spielern. Dieser Weg passt besser zum FVE und gefällt mir persönlich sehr gut. Wir haben schon vergangene Saison viele Talente weiter entwickeln und einbauen können. Das Training macht richtig Spaß. Da ist richtig Feuer drin. Der Kampf um die ersten elf Plätze läuft auf Hochtouren. Es wird spannend, wer schon den Sprung in die Stammelf schaffen kann.

Aktuell4u: Wie ist der Stand der Vorbereitung?

Sascha Watzlawik: Die Spieler kamen Dank der guten individuellen Trainingspläne von unserem Athletiktrainer Matthias Daun erstaunlich fit aus der Coronapause. Ab nächste Woche geben wir richtig Gas. Bis jetzt hatten wir immer einen Tag Pause nach einer Einheit. Doch nachdem uns der Verband den Pokaltermin mitten rein gedonnert hat, gilt volle Konzentration dem Halbfinale gegen Eisbachtal.

Aktuell4u: Was sind die Ziele für die kommende Saison?

Zunächst wollen wir uns unseren großen Traum vom Finale in Koblenz erfüllen. In der Meisterschaft wollen wir in unserer Gruppe die Play-offs erreichen. Damit könnten wir nach der ersten Runde nicht mehr absteigen.

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