Ivone Busch wandert für den guten Zweck von Mayen in die Pilgerstadt Santiago de Compostela.

2020 sollte die Reise von Ivone Busch starten. In Mayen und mit dem Ziel Santiago de Compostela. Die Pandemie machte alles zunichte. Aber jetzt geht es los, am 10.Juni startet der Lauf  und Vordereifel-Verbandsbürgermeister Alfred schomisch und Mayens Oberbürgermeister Dietmar Meidt werden ihr den ersten Stempel aufdrücken.

Seit 2004 wohnt Ivone Busch, die im oberfränkischen Forchheim geboren wurde, in Arft in der Eifel. 48 Jahre ist sie, Hausfrau und Mutter und auch Reisebegleiterin, insbesondere auch von behinderten Menschen. Ihre größte Reise liegt noch vor ihr. In knapp zwei Monaten will sie zum Lauf ihres Lebens starten. Von Mayen nach Santiago de Compostela. Aus der Eifel über 2020 Kilometer nach Galizien in den berühmten Wallfahrtsort, seit 1985 Weltkulturerbe, 2000 Kulturhauptstadt Europas, da wo das Grab des Apostels Jakobus unter der Hauptkirche der Katholischen Bischofsstadt sein soll.

Ivone Busch auf den Spuren des Jakobswegs, der 1987 zum ersten europäischen Kulturweg wurde.  Am 10.Juni 2021 geht es los. Startort ist die Verbandsgemeinde Vordereifel in Mayen. Alfred Schomisch, der Bürgermeister und Schirmherr, und Mayens OB Meidt geben den Startschuss. Und Ivones Mann Christian wird sie die ersten Wochen begleiten. Danach ist sie ganz allein, ohne jegliche Unterstützung. Und was das Wichtigste ist: Der Lauf bis ans westliche Ende Europas ist kein Selbstzweck, sondern er kommt einem Spendenlauf gleich. Ivone Busch sammelt Gelder für die Stiftung des Radiosenders RPR.

Auf Sponsoren hofft die Läuferin aus Arft. Etwa auf solche, die  jeden gelaufenen Kilometer mit einen Euro honorieren oder ein Preisgeld zahlen wollen wenn Ivone Busch  Santiago de Compostela erreicht. Auch  unterwegs wird sie Spenden einsammeln. Und auch mit ihrer prägnanten Stimme wird sie für den guten Zweck arbeiten. Das geht schon los mit der ersten Etappe, die von Mayen nach Maria Marthental geht. Hier und im Trierer Dom wird sie  singen und um Spenden bitten. Das „Panis Angelicus“  oder das „Ave Maria“  wird sie zum Besten geben und darauf hoffen, dass sich ihr auf dem langen Weg von Deutschland über Luxemburg, Frankreich und Spanien weitere Kirchentüren öffnen werden. Das alles ist unter Pandemiebedingungen nicht einfacher geworden, aber Ivone Busch will nun ihre Idee zu Ende bringen. Alflen, Wittlich, Trier , das luxemburgische Grevenmacher, Pous in Frankreich werden die nächsten Stationen der langen Reise sein. Wenn sie die spanische Grenze erreicht haben wird, liegen 1400 Kilometer hinter ihr. Und bis Santiago werden es dann noch 600 sein.

Die couragierte Frau hat vor fünf Jahren mit dem Laufen begonnen. Gardetanz und Ballett waren ihr Lieblingssport in der Jugend. 500 Kilometer ist sie 2018 und auch 2019  gelaufen. In Rheinbach hat sie  an einem 55 km-Lauf teilgenommen, verteilt über zwei Tage.  Für den Lauf nach Santiago plant sie vier bis sechs Monate ein. Die Vorbereitungen haben längst begonnen. Die Strecke erarbeiten, Unterkünfte finden, Sponsoren  suchen („Es muss sich bei all der Mühe auch finanziell für das soziale Anliegen  lohnen“, sagt sie.)vor allem auch Kirchengemeinden ausfindig machen, die ihr den Zugang zu einem kleinen Konzert ermöglichen, es liegt viel Arbeit vor Ivone Busch. Sie sagt, dass das alles ohne ihren Mann nicht möglich wäre. 

Und vor allem hofft sie darauf, viele Menschen für ihre  Idee begeistern zu können. Solche die ihr auf dem langen Weg Unterkunft geben, ihr bei den Gesangsauftritten Unterstützung  zuteilwerden lassen oder  die einfach ein paar Euro  übrig haben. 

Ivone Busch läuft über steinige Wege, setzt sich der Hitze Frankreichs und  Spaniens aus und sie weiß, dass es alles andere als Lust am Laufen sein wird. Die Pein hat sie für die Abende eingeplant. Und doch ist sie sicher, dass es am Ende ein grandioser Sieg für eine gute Idee sein wird.