Ständige Erreichbarkeit, volle To-do-Listen und Social Media rund um die Uhr – unser Gehirn kommt kaum noch zur Ruhe. In meiner neuen Kolumne erzähle ich, warum kleine Pausen und echte Langeweile wahre Wunder wirken und wie wir es schaffen, uns bewusste Auszeiten zu gönnen.

Mendig |

Mein Hirn braucht Pause – warum wir Ruhe dringend brauchen

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn der Kopf einfach nicht mehr aufhören will zu denken? Listen, To-dos, Termine, Nachrichten, das Dauerrauschen der sozialen Medien – gefühlt ist immer etwas los. Und manchmal denke ich mir einfach nur: Mein Hirn braucht Pause!

Dauerbeschallung statt Durchatmen

Wir leben in einer Zeit, in der wir ständig erreichbar sind. Das Smartphone vibriert, die E-Mails ploppen auf, zwischendurch schreit jemand „Mama!“ – und selbst, wenn gerade niemand etwas von uns will, scrollen wir gedankenverloren durch Instagram, TikTok oder Nachrichtenfeeds. Unser Gehirn hat kaum noch Leerlauf. Kein Wunder, dass wir uns oft müde fühlen, obwohl wir gar nichts Körperliches geleistet haben.

Früher, als Kinder, war Langeweile einfach da. Und heute? Wir halten sie kaum noch aus. Schon nach wenigen ruhigen Minuten greifen wir automatisch zum Handy. Dabei ist genau diese Langeweile so wichtig. Sie gibt unserem Kopf die Chance, sich zu sortieren, neue Energie zu tanken und manchmal sogar die besten Ideen hervorzubringen.

Kleine Pausen mit großer Wirkung

Ich habe mir in letzter Zeit angewöhnt, ganz bewusst kleine Pausen einzubauen – auch im Alltag mit meinen Jungs. Einfach mal das Handy weglegen, die Kaffeemaschine rauschen hören und fünf Minuten gar nichts tun. Kein Multitasking, kein gedankliches Durcharbeiten der nächsten Verpflichtungen.

Oder raus in die Natur. Ein kurzer Spaziergang ohne Podcast im Ohr wirkt Wunder. Es ist verrückt, wie erholsam es sein kann, die Vögel zwitschern zu hören oder einfach nur den Wind auf der Haut zu spüren.

Und ja, manchmal setze ich mich abends einfach aufs Sofa, starre aus dem Fenster und mache … nichts. Keine Schuldgefühle, kein „ich müsste eigentlich“. Das ist meine Auszeit, mein kleines Geschenk an mich selbst.

Mein Reminder an dich

Probier’s doch auch mal aus: Fünf Minuten ohne Ablenkung. Kein Handy, keine Musik, kein „eben noch schnell“. Einfach nur du. Vielleicht entdeckst du, wie gut sich dein Kopf danach anfühlt.

Eure Dani