In meiner neuen Kolumne hinterfrage ich, wie viel unsere Politik noch im Sinne der Bürger wirkt. Ist unser System noch zeitgemäß? Können wir auf Kommunalebene wirklich etwas bewegen? Lasst uns gemeinsam nach neuen Wegen suchen und unsere Stimme lauter erheben.

Mayen |

Ihr Lieben,

obwohl ich mich selbst eher als politikverdrossen bezeichne, habe ich mich in letzter Zeit intensiv mit den bevorstehenden Landratswahlen in unserem Landkreis Mayen-Koblenz auseinandergesetzt. Dabei komme ich immer wieder ins Grübeln, wie viel Politik auf höherer Ebene überhaupt noch im Sinne der Bürger wirkt.

Bei Gesprächen mit Menschen in meinem Umfeld merke ich oft, dass viele ähnlich denken. Die Themen, die sie beschäftigen scheinen oft nicht genug Gehör zu finden. Dabei frage ich mich oft: Wie viel kann ein Politiker, sei es ein Landrat oder jemand auf Bundesebene, tatsächlich verändern? Sind das alles nur Wahlphrasen oder kann derjenige wirklich etwas bewegen?

Unsere Politik scheint mir oft wie ein großes, schwerfälliges Getriebe. Auf Kommunalebene gibt es vielleicht noch eine gewisse Hoffnung, dass durch den engen Austausch mit den Bürgern und die eher kurzen Dienstwege etwas bewirkt werden kann. Aber selbst hier gibt es oft Vorgaben von "oben", an die sich gehalten werden muss. Da frage ich mich oft, ob unser politisches System in seiner aktuellen Form wirklich noch zeitgemäß ist und den Bürgern hilft.

Ich träume manchmal von neuen Gesellschaftsformen. Von Gemeinschaften, in denen Menschen zusammenleben, die die gleichen Werte teilen. Wo man sich gegenseitig unterstützt und jeder das einbringt, was er kann. Wo nicht die Politik, sondern die Gemeinschaft selbst die Entscheidungen trifft, die das Zusammenleben betreffen. Vermutlich ist das eine Utopie. Aber träumen darf man ja mal...

Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir uns alle mehr einbringen. Nicht nur bei Wahlen unsere Stimme abgeben, sondern uns aktiv einmischen und unsere Anliegen laut und deutlich vortragen. Nur so kann sich etwas ändern. Nur so können wir dafür sorgen, dass unsere Themen gehört werden und nicht in der politischen Maschinerie untergehen.

Lasst uns selbst aktiv werden für die Themen und Werte, die uns wichtig sind. Denn am Ende sind wir es, die das System verändern können. Vielleicht nicht von heute auf morgen, aber Schritt für Schritt.

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Mut und Tatkraft, eure Anliegen laut zu äußern und euch für eine bessere Zukunft einzusetzen.

Herzlichst, eure Dani