Es ist bald November und die klassische Depri-Zeit beginnt. Der Sommer war wunderschön und jetzt beginnt der sensible Mensch im Nebel zu trauern und über den Tod zu sinnieren. So geht es selbstredend auch Willy, meinem Kater, und mir. Wir saßen neulich beim Frühstück zusammen und bejammerten den Tod von Kris Kristofferson.
> Unsere Helden sterben wie die Fliegen und wir können nix dagegen tun. Jetzt auch noch Kris Kristoffers < mault der Kater.
> Natürlich ist das blöd, aber Kris war wenigstens schon 88 Jahre, da kann man schon mal den Löffel abgeben <
> Denk mal an Jimi Hendrix, Jim Morrison, Kurt Cobain, Janis Joplin, Brian Jones und, und, und, alle sind mit 27 Jahren in die ewigen Jagdgründe gegangen <
> Oder an 2016: David Bowie, Leonard Cohen, Genn Frey und Prince, alle in einem Jahr und das, obwohl bereits im Dezember 2015 unser guter alter Lemmy Kilmister gegangen war. Also stell dich nicht so an: Live fast and die young <
> Kann dir ja nicht mehr passieren, alter Mann <
> Immer das letzte Wort, du Scharchhahn. Erinnere dich an die Worte des Dealers in unserem Lieblingsfilm „Die Commitments“: Seit Roy Orbison tot ist, ist sowieso alles Scheiße“ und jetzt zu Kristofferson <
Geboren 1936 in Brownsville, Texas, ging er nach dem Studium in der Oxford University zum Militär. Danach verzichtete er auf eine Karriere und arbeitete als Hausmeister im Studio von Columbia Records, um an einen Plattenvertrag zu gelangen. Nebenbei flog er Arbeiter mit einem Hubschrauber zu einer Bohrinsel.
Auf der Ölplattform schrieb er einen seiner größten Hits: Help me make it through the night“. Er schrieb in der Folge reihenweise Hits, hauptsächlich für andere Künstler, zB „Me and Bobby McGee für Janis Joplin“.
Das Lied, das uns immer begleitet hat und unser absoluter Favorit ist und bleibt, ist „For the good times“ aus 1970.
>Lay your head upon my pillow. Hold your warm and tender body close to mine. Hear the whisper of the raindrops, blowing soft against my window and make believe you love me one more time. For the good times <
Das Lied fühlt sich einfach gut an und tröstet.
Kristofferson hat von sich selbst behauptet, dass jeder Künstler, der seine Songs gesungen hat, das besser gemacht hat als er. Sein Spruch: "Ich singe wie ein Frosch."
> Genau wie du, alter Mann < hatte der Kater das letzte Wort.
