In der Warteschleife einer Notaufnahme beginne ich, die Bedeutung von Selbsthilfe und traditionellem Heilwissen zu erkennen. In dieser Kolumne teile ich meine Gedanken über das Vertrauen in die moderne Medizin und die Wichtigkeit von altem Wissen und Naturheilkunde. Ein persönlicher Einblick und meine Sicht auf die Kraft der Selbstfürsorge.

Mayen |

Ihr Lieben,

letzte Woche fand ich mich unerwartet in der Notaufnahme wieder – nicht als Patient, sondern als Begleitperson. Diese Erfahrung brachte mich ins Grübeln, besonders im Kontext meiner Artikelreihe zur Qualität unserer medizinischen Versorgung. Nach einer Absprache mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst (denn Kleinigkeiten gehören nicht in die Notaufnahme) verbrachte ich vier Stunden im Wartebereich, ohne Rückmeldung. Verständlich, angesichts der Auslastung, aber dennoch beunruhigend für wartende Angehörige.

Aber mein Besuch in der Notaufnahme verstärkte eine Sichtweise, die ich schon lange vertrete: Die Bedeutung von Selbsthilfe und traditionellem Wissen in unserer Gesundheitspflege. Natürlich gibt es Fälle, bei denen professionelle medizinische Hilfe unerlässlich ist – denken wir an Knochenbrüche oder schwere Erkrankungen. Aber was ist mit den alltäglichen Leiden wie Erkältungen oder Kopfschmerzen? Ich vertraue auf das Wissen und die Praktiken, die ich mir über die Jahre angeeignet habe, und setze auf Naturheilmittel und Selbstbehandlung, wo immer es angebracht ist.

Dies bringt mich zu einer wichtigen Frage: Was ist mit dem alten Wissen und der Naturheilkunde, von denen unsere Großeltern noch wussten? Fühlt ihr, dass dieses Wissen noch weitergegeben wird? Sollten nicht unsere Kinder in ihren Bildungseinrichtungen lernen, wie man sich selbst bei kleinen Beschwerden helfen kann?

Für mich ist es eine Bereicherung, ein Repertoire an Möglichkeiten zu haben, um meiner Familie und mir selbst helfen zu können, ohne gleich das Wartezimmer eines Arztes aufsuchen zu müssen – ein Ort, an dem man sich oft mehr einfängt, als man ursprünglich hatte.

Lasst uns daher altes Wissen schätzen und die Selbstfürsorge in den Vordergrund rücken. Viel Gesundheit und Kraft für die kommende Übergangszeit wünscht euch

Eure Dani