Die Stadt Koblenz will ihre Strategie für die Busflotte der Koblenzer Verkehrsbetriebe (koveb) anpassen. Nach einer Vorlage für den Stadtrat sollen die Fahrzeuge künftig bis zu zwölf statt bisher zehn Jahre eingesetzt werden können. Hintergrund ist der verzögerte Umstieg auf emissionsfreie Antriebe.
Ursprünglich sollten bis 2030 schrittweise weitere mit Biogas betriebene Busse als Übergangslösung angeschafft werden. Neue gesetzliche Vorgaben wie die ab 2029 geltende Euro-7-Norm sowie Veränderungen auf dem Fahrzeugmarkt erschweren diese Planung jedoch. Hersteller könnten die Produktion konventioneller Stadtbusse zunehmend einstellen.
Neuer Betriebshof frühestens 2032
Nach Untersuchungen gelten reine Elektrobusse für das Koblenzer Liniennetz als beste langfristige Lösung. Der aktuelle Betriebshof ist für eine vollständig elektrische Flotte allerdings technisch nicht ausgelegt. Die Suche nach einem geeigneten Grundstück für einen neuen E-Betriebshof läuft bereits seit mehr als einem Jahr.
Nach derzeitiger Einschätzung könnte ein neues Depot frühestens 2032 in Betrieb gehen. Bis dahin benötigt die koveb eine Übergangslösung.
17 neue Dieselbusse geplant
Durch die Verlängerung der Nutzungsdauer bestehender Fahrzeuge reduziert sich der Bedarf an zusätzlichen Bussen nach Angaben der Verwaltung von rund 40 auf etwa 17 Fahrzeuge. Diese sollen voraussichtlich 2028 angeschafft werden.
Als wirtschaftlich und betrieblich sinnvollste Variante nennt die Vorlage den Kauf von Dieselbussen. Diese könnten auch mit Biokraftstoffen betrieben werden und dadurch in der Gesamtbilanz nahezu CO₂-neutral unterwegs sein. Über die vorgeschlagene Strategie muss nun der Koblenzer Stadtrat entscheiden.
