Regelmäßige Kontrollen sorgen für schnelle Beseitigung
Die regelmäßigen Kontrollen der städtischen Baumkontrolleure ergaben, dass an 208 Eichen Nester des Eichenprozessionsspinners entfernt werden mussten. Jeder gemeldete Befall wurde zeitnah von einem Fachunternehmen beseitigt. Die typischen grauweißen bis bräunlichen Gespinste befinden sich vor allem an Stämmen, stärkeren Ästen oder Astgabeln.
„Wir sind beim Thema Eichenprozessionsspinner gut aufgestellt. Die Ausbreitung hält sich in Koblenz seit Jahren auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und fällt deutlich geringer aus als in manchen anderen Regionen Deutschlands“, erklärt Stadtbaummanager Stephan Dally.
Die Raupen entwickeln ab dem dritten Larvenstadium feine Brennhaare, die vom Wind über weite Strecken verbreitet werden können. Sie können Hautreizungen, Juckreiz, Augenentzzündungen und Beschwerden der Atemwege verursachen. In seltenen Fällen sind auch stärkere allergische Reaktionen möglich. Deshalb sollte ein Kontakt mit den Raupen oder ihren Brennhaaren grundsätzlich vermieden werden.
Stadt beobachtet Entwicklung mit Blick auf den Klimawandel
Nach Angaben der Stadt bleibt der Befall seit Jahren weitgehend konstant. Ein Grund dafür ist, dass es in Koblenz nur wenige größere zusammenhängende Eichenbestände gibt. Solche Flächen begünstigen die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners erheblich.
Der Eigenbetrieb Grünflächen und Bestattungswesen will auch künftig auf engmaschige Kontrollen und eine schnelle Entfernung der Nester setzen. Sollte der Klimawandel künftig zu einer stärkeren Ausbreitung führen, könnten zusätzlich biologische Bekämpfungsmethoden zum Einsatz kommen. Dazu zählen Nematoden, mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die als natürliche Gegenspieler der Raupen gelten und deren Population eindämmen können.
