In Koblenz-Güls startet am Montag, 30. März, ein millionenschweres Straßenprojekt mit langen Auswirkungen: Die Gulisastraße wird bis Ende September 2027 grundlegend ausgebaut. Geplant sind mehr Sicherheit, moderne Infrastruktur und eine klarere Verkehrsführung – während Autofahrer und Radfahrer sich auf Umleitungen einstellen müssen.

Koblenz |

Ab Montag, 30. März, wird die Gulisastraße in Koblenz-Güls zur Großbaustelle. Wie das städtische Tiefbauamt mitteilt, starten dann die umfassenden Ausbauarbeiten im Abschnitt zwischen der Einmündung Bisholderweg und der Kreuzung Karl-Mannheim-Straße/Am Turnerheim. Die gesamte Maßnahme soll bis Ende September 2027 abgeschlossen sein.

Hintergrund ist der schlechte Zustand der Straße. Bislang fehlt dort in weiten Teilen eine klare Trennung zwischen Fahrbahn und Gehweg, was die Verkehrssicherheit beeinträchtigt. Mit dem Umbau will die Stadt den Verkehrsraum neu ordnen und für alle Verkehrsteilnehmer deutlich sicherer gestalten.

Sechs Bauabschnitte und Vollsperrungen

Die Arbeiten erstrecken sich über rund 485 Meter sowie einen zusätzlichen Inselbereich von 120 Metern. Gebaut wird in insgesamt sechs Bauabschnitten. Jeder einzelne Abschnitt wird während der Bauzeit voll gesperrt.

Für den Autoverkehr wird eine Umleitung über die Karl-Mannheim-Straße und den Bisholderweg eingerichtet. Auch der Moselradweg ist betroffen und wird zeitweise über die Straßen „Am Turnerheim“ und „Karl-Mannheim-Straße“ umgeleitet. Fußgänger können den Baustellenbereich weiterhin passieren, auch die Erreichbarkeit der Grundstücke soll während der gesamten Bauzeit gewährleistet bleiben.

Mehr Sicherheit, neues Licht, moderne Leitungen

Im Mittelpunkt des Projekts stehen Verbesserungen für die Verkehrssicherheit. Vorgesehen sind beidseitige Gehwege sowie verkehrsberuhigende Elemente wie Fahrbahneinengungen, Querungshilfen für Fußgänger und farblich abgesetzte Asphalterhöhungen, die das Tempo im Straßenraum reduzieren sollen.

Gleichzeitig wird auch die technische Infrastruktur auf den neuesten Stand gebracht. Die Straßenentwässerung wird modernisiert, die bestehende Beleuchtung durch neue sieben Meter hohe LED-Masten ersetzt. Zudem erneuern die Versorger ihre Leitungen und Hausanschlüsse, einschließlich der Telekommunikationsleitungen. Die Kosten für die städtische Maßnahme belaufen sich auf rund 2 Millionen Euro.