Der Zeitplan für die geplante Interimsschule in der Koblenzer Goldgrube verschiebt sich. Das Max-von-Laue-Gymnasium soll nach aktuellem Stand erst 2028 dorthin umziehen. Grund sind ein notwendiges Bebauungsplanverfahren sowie zusätzliche Vorbereitungen für Bau und Vergabe.

Koblenz |

Der Koblenzer Stadtrat hatte im Mai grundsätzlich beschlossen, in der Goldgrube eine Interimsschule zu errichten. Zunächst soll dort das Max-von-Laue-Gymnasium untergebracht werden, damit am bisherigen Standort in der Südallee notwendige Bauarbeiten durchgeführt werden können.

Im Abstimmungsprozess mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord stellte sich heraus, dass für den Interimsstandort ein Bebauungsplan erforderlich ist. Die Stadtverwaltung will deshalb am 21. September im Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss auf den Weg bringen.

Bauantrag für 2027 geplant

Parallel bereitet die Stadt die Vergabe und den Bau vor. Erstmals ist eine sogenannte Totalunternehmer-Vergabe vorgesehen. Dadurch soll nach Angaben von Baudezernent Prof. Dr. Andreas Lukas ein möglichst reibungsloser Bauablauf sichergestellt und das Risiko späterer Verzögerungen und Mehrkosten reduziert werden.

Nach dem derzeitigen Zeitplan soll der Bauantrag im zweiten Quartal 2027 eingereicht werden. Die Erdarbeiten könnten im vierten Quartal 2027 beginnen. Läuft alles planmäßig, soll die Interimsschule im dritten Quartal 2028 fertiggestellt sein. Ursprünglich war der Umzug bereits zum Schuljahr 2027/2028 vorgesehen.

Gymnasium bleibt länger in der Südallee

Das bestehende Gebäude des Max-von-Laue-Gymnasiums soll nun bis Ende 2028 weiter genutzt werden. Dafür ist eine neue Gefährdungsbeurteilung durch die Feuerwehr Koblenz vorgesehen.

Die Stadt betont, dass neben der Sicherheit der Schülerinnen und Schüler auch die Planungssicherheit für das Max-von-Laue-Gymnasium und die Pestalozzi-Grundschule im Mittelpunkt stehe. Beide Schulen benötigten einen verlässlichen Zeitplan für ihre weiteren Planungen.