Das Mittelrhein-Museum Koblenz hat zwei Werke der Objektkünstlerin Kyra Spieker erworben. Unterstützt wurde der Ankauf von der Koblenzer Kultur Stiftung und den Museumsfreunden.

Koblenz |

Das Mittelrhein-Museum in Koblenz erweitert seine Sammlung um zwei Arbeiten der Künstlerin Kyra Spieker. Die Werke „Klang I“ und „Klang III“ aus dem Jahr 2009 wurden mit Unterstützung der Koblenzer Kultur Stiftung sowie des Vereins „Freundinnen und Freunde des Mittelrhein-Museums und des Ludwig Museums zu Koblenz e.V.“ angekauft.

Gewinn für die Sammlung

Kyra Spieker, 1957 geboren und in Marburg an der Lahn aufgewachsen, studierte Keramikgestaltung in Höhr-Grenzhausen und Bildende Kunst an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie arbeitet mit Materialien wie Folie, Papier, Glas, Aluminium, Porzellan und Steinzeug. Im Zentrum ihres Schaffens stehen Räume, Orte, modulare Formen und das Zusammenspiel von Material, Licht und Schatten.

Ingo Schneider, Dezernent für Bildung und Kultur der Stadt Koblenz, bezeichnet die Arbeiten als „wunderbaren Gewinn“ für die Sammlung. Er dankt der Koblenzer Kultur Stiftung und dem Freundeskreis der Museen, die den Ankauf möglich gemacht haben.

Auch Angela Müller-Valkyser, Vorstandsvorsitzende der Koblenzer Kultur Stiftung, betont die langfristige Bedeutung solcher Erwerbungen für die Entwicklung der Museumssammlung. Elisabeth Sauer-Kirchlinne, Vorsitzende der Museumsfreunde, hebt hervor, dass Spiekers serielles und modulares Arbeiten die Sammlung bereichere und den Bereich der Konkreten Kunst um eine aktuelle Position ergänze.

Blick auf 2028

Kyra Spieker lebt und arbeitet in Höhr-Grenzhausen und engagiert sich im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft bildender Künstler am Mittelrhein, kurz AKM. Mit dem Mittelrhein-Museum ist sie auch durch die AKM-Kunstpreisausstellung 2025 verbunden.

Die Künstlerin beschreibt „Klang I“ und „Klang III“ als gegensätzliche Varianten eines Themas, bei dem Welle und Quadrat aufeinandertreffen. Für sie zählen die Arbeiten zu ihren wichtigsten Werken aus den 2000er-Jahren.

2028 sollen die beiden Neuerwerbungen in einer Überblicksschau zum 80-jährigen Bestehen der Arbeitsgemeinschaft bildender Künstler am Mittelrhein zu sehen sein.