Im Forum Mittelrhein in Koblenz informierten Fachstellen über Schutz vor sexualisierter Gewalt, Prävention und konkrete Hilfsangebote. Der Infospot Kindesmissbrauch fand bereits zum siebten Mal statt.

Koblenz |

Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt zu schützen, bleibt eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Um dafür zu sensibilisieren und Betroffenen sowie Angehörigen konkrete Unterstützung aufzuzeigen, haben die Netzwerke Kindeswohl des Jugendamtes Koblenz und der Kreisverwaltung Mayen Koblenz gemeinsam mit dem Sachgebiet Prävention der Polizei und dem Koblenzer Kinderschutzbund erneut einen Infospot Kindesmissbrauch veranstaltet.

Bereits zum siebten Mal kamen die Kooperationspartner zusammen, um über sexualisierte Gewalt an Kindern, über Prävention und über Hilfsangebote zu informieren. Vor Ort standen wichtige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Gespräche bereit. Sie machten deutlich, dass sexuelle Gewalt noch immer häufig verschwiegen wird und Betroffene oft mehrfach um Aufmerksamkeit kämpfen müssen, bevor tatsächlich Hilfe in Gang gesetzt wird. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass ein bis zwei Kinder pro Schulklasse von sexueller Gewalt betroffen sind.

Viele Gespräche mitten in der Stadt

Wetterbedingt fand die Aktion diesmal im Forum Mittelrhein statt. Das Einkaufszentrum stellte seine Räumlichkeiten kurzfristig und kostenfrei zur Verfügung. Dadurch konnten zahlreiche Passantinnen und Passanten erreicht werden. Viele nutzten die Gelegenheit, sich mit Infomaterial zu versorgen oder im persönlichen Gespräch mehr über Schutzmöglichkeiten, Beratungsangebote und Prävention zu erfahren.

Ein besonderer Fokus lag auch auf Jugendlichen und den Gefahren im digitalen Raum. Dabei ging es unter anderem um Cybergrooming, also die gezielte Ansprache Minderjähriger im Internet mit sexueller Absicht. Ebenso wurde erklärt, was zu tun ist, wenn kinderpornografische Abbildungen in Chatgruppen auf dem eigenen Handy oder im Freundeskreis auftauchen.

Klare Unterstützung aus Stadt und Kreis

Unterstützt wurde die gemeinsame Aktion auch von Bürgermeisterin Ulrike Mohrs und Landrat Marko Boos. Beide setzten damit ein Zeichen für mehr Aufmerksamkeit, mehr Aufklärung und einen konsequenten Kinderschutz.

Wichtige Informationen und Anlaufstellen zum Thema gibt es im Internet unter www.hilfe-portal-missbrauch.de.