Vor einem Jahr wurden zwei verbrannte Männerleichen in der Eifel entdeckt. Nun ist auch der zweite Angeklagte im Mordprozess verurteilt worden – zu lebenslanger Haft.

Koblenz |

Im Prozess um die am Eifelsee Rodder Maar gefundenen Leichen zweier Männer hat das Landgericht Koblenz den zweiten Angeklagten zu lebenslanger Haft wegen zweifachen Mordes verurteilt.

Wie eine Gerichtssprecherin mitteilte, stellte das Gericht zudem die besondere Schwere der Schuld fest – damit ist eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren nahezu ausgeschlossen.

Darüber hinaus ordnete das Gericht die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung an. Der Mann wurde außerdem wegen Raubes mit Todesfolge schuldig gesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Mittäterin bereits im Juli verurteilt

Bereits Ende Juli war die 51 Jahre alte Mittäterin – die frühere Lebensgefährtin des nun verurteilten Mannes – wegen zweifachen Mordes und Raubes mit Todesfolge ebenfalls zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Auch bei ihr erkannte das Gericht eine besondere Schwere der Schuld.

Tötung aus Habgier – Opfer bis zur Unkenntlichkeit verbrannt

Nach Überzeugung der Kammer handelte das Duo aus Habgier und heimtückisch. Das ehemalige Paar wollte an das vermeintliche Vermögen eines der Opfer gelangen.

Sie lockten die beiden Männer, 28 und 61 Jahre alt, an unterschiedlichen Tagen in das Anwesen der Frau in Bad Breisig, wo sie getötet wurden. Anschließend brachten sie die Leichen zum Rodder Maar im Kreis Ahrweiler und zündeten sie an, um die Tat zu vertuschen.

Die Opfer waren bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, als sie im Oktober 2024 gefunden wurden.

Tat gestanden – Urteil noch nicht rechtskräftig

Der nun verurteilte Mann hatte die Tötung der beiden Opfer im Verlauf des Prozesses gestanden. Das Verfahren gegen ihn war zuvor vom ursprünglich gemeinsamen Prozess mit seiner Ex-Partnerin abgetrennt worden.
Das aktuelle Urteil kann noch angefochten werden.