Im Juli des vergangenen Jahres hatte die Quote bei 5,6 Prozent gelegen. Auch bei jungen Menschen unter 25 Jahren nahm die Arbeitslosigkeit zu: Ihre Arbeitslosenquote stieg im Jahresvergleich von 5,6 auf 6,1 Prozent.
Ministerin sieht Übergang von Schule in Beruf im Fokus
Rheinland-Pfalz' Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler verwies angesichts der Entwicklung auf die Bedeutung der Unterstützung junger Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf. Wirtschaftliche Veränderungen könnten sich auch auf deren Chancen am Arbeitsmarkt auswirken, erklärte die Ministerin.
Ziel sei es deshalb, Jugendliche von der Berufsorientierung über den Einstieg in eine Ausbildung bis zu einem erfolgreichen Abschluss zu begleiten.
Eine Rolle spielen dabei die Förderansätze „Jobfux“ und „Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen“, die mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus und des Landes Rheinland-Pfalz finanziert werden.
36 Jobfüxe in Rheinland-Pfalz im Einsatz
Aktuell gibt es nach Angaben des Arbeitsministeriums 36 Jobfüxe in Rheinland-Pfalz. Sie werden von Kommunen und Schulverbänden eingesetzt und sollen Schülerinnen und Schüler unter anderem bei der Suche nach Praktika und Ausbildungsplätzen, bei Bewerbungen sowie bei der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche unterstützen.
Die Jobfüxe arbeiten demnach außerdem mit Arbeitsagenturen, Kammern und Betrieben in den jeweiligen Regionen zusammen.
Weitere Unterstützung richtet sich an Jugendliche, die bereits einen Ausbildungsplatz gefunden haben, während ihrer Ausbildung jedoch mit Schwierigkeiten konfrontiert sind. Der Förderansatz „Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen“ umfasst derzeit sieben Projekte. Sie richten sich an Jugendliche in Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung, deren Abschluss durch Probleme im Ausbildungsbetrieb, in der berufsbildenden Schule oder im persönlichen Umfeld gefährdet ist.
Dabei stehen Coaches nach Angaben des Ministeriums nicht nur den Jugendlichen, sondern auch Ausbildern, Eltern und Lehrkräften an berufsbildenden Schulen als Ansprechpartner zur Verfügung.
Mehr als 3.200 Jugendliche pro Jahr erreicht
Die Projekte aus den beiden Förderansätzen werden mit rund 1,28 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds Plus sowie mit 730.000 Euro aus Landesmitteln gefördert. Nach Angaben des Ministeriums erreichen die Angebote jährlich mehr als 3.200 Jugendliche.
