Das sind die wichtigesten Fakten nach Ende des Rennens:
- Gesamtsieg für Mercedes-AMG – der Hersteller hat damit erstmals seit rund einem Jahrzehnt wieder das 24h-Rennen auf dem Nürburgring gewonnen.
- Das große Drama des Rennens: Max Verstappen lag mit seinem Mercedes-AMG-Team zeitweise in Führung, fiel aber etwa 3,5 Stunden vor Schluss wegen einer beschädigten Antriebswelle aus.
- Besucherrekord: 352.000 Zuschauer entlang der Nordschleife – so viele wie noch nie bei diesem Event.
So lief das Rennen (kurzer Überblick):
24h Nürburgring 2026: Drama bis in die Schlussstunden
Das 54. ADAC RAVENOL 24h-Rennen auf dem Nürburgring bot genau das, wofür die „Grüne Hölle“ bekannt ist: Wetterkapriolen, technische Defekte, Führungswechsel und ein dramatisches Finale. Das Rennen startete am Samstag um 15 Uhr vor einer Rekordkulisse; laut Veranstalter kamen 352.000 Zuschauer an die Strecke.
Frühes Chaos in der Spitze
Schon in der Anfangsphase wurde klar, dass es kein fehlerfreies Langstreckenrennen werden würde:
- Der Pole-Setter verlor früh durch Reifenschaden wertvolle Zeit.
- Mehrere GT3-Favoriten kassierten Strafen oder ungeplante Boxenstopps.
- Bereits in den ersten Rennstunden wechselte die Führung mehrfach.
Verstappen-Team auf Siegkurs – dann der Schock
Einer der großen Storylines war das Mercedes-AMG-Team rund um Max Verstappen, das lange wie der sichere Sieger aussah.
Der Verstappen-Mercedes lag in der Schlussphase in Führung, ehe rund dreieinhalb Stunden vor Rennende ein technischer Defekt (Antriebswelle) alle Siegträume zerstörte. Damit war das vermutlich größte Drama des Wochenendes perfekt.
Mercedes triumphiert nach dramatischem Finish
Am Ende ging der Gesamtsieg dennoch an Mercedes-AMG, die sich in einem von Ausfällen geprägten Finale durchsetzten. Für den Hersteller ist es ein bedeutender Erfolg auf der Nordschleife.
Schlussdrama beim 24h-Rennen Nürburgring 2026: Strafe, Code 60 und Nervenkrieg bis zur Zielflagge
Die Schlussphase des 24h-Rennens auf dem Nürburgring entwickelte sich zu einem echten Krimi.
Wenige Stunden vor Rennende schien das Rennen in Richtung einer Vorentscheidung zu laufen – doch dann sorgten Zwischenfälle, Rennleitungseingriffe und Gelbphasen für maximale Spannung.
Besonders brisant: eine Zeitstrafe gegen ein führendes Fahrzeug, die das Klassement in der Schlussphase noch einmal komplett durcheinanderwirbelte. Statt eines kontrollierten Finales entstand ein taktischer Nervenkrieg zwischen Boxenmauer und Cockpit.
Zusätzlich spielte mehrfach Code 60 eine entscheidende Rolle. Diese auf der Nordschleife typische Neutralisationsphase zwingt die Fahrer in betroffenen Streckenabschnitten auf maximal 60 km/h – Überholen verboten. Gerade gegen Rennende können solche Phasen enorme Auswirkungen haben:
- Zeitabstände schrumpfen oder wachsen schlagartig, Strategisch geplante Boxenfenster geraten ins Wanken, Angriffe auf die Spitze werden ausgebremst, Fahrer müssen gleichzeitig pushen und Risiken minimieren
Im Finale führte genau diese Gemengelage zu höchster Anspannung. Teams kalkulierten in Echtzeit mit Restreichweite, Verkehrsaufkommen und möglichen Rennleitungsentscheidungen.
Das Rennen wurde dadurch weniger auf purer Pace entschieden als durch Fehlerfreiheit, Strategie und das richtige Timing im Verkehr auf der Nordschleife.
So ging das Rennen aus:
- #80 – Mercedes-AMG Team RAVENOL (Mercedes-AMG GT3)
Maro Engel / Luca Stolz / Fabian Schiller / Maxime Martin - #84 – Red Bull Team ABT (Lamborghini Huracán GT3 EVO2)
Christian Engelhart / Mirko Bortolotti / Marco Mapelli / Patric Niederhauser - #34 – Walkenhorst Motorsport (Aston Martin Vantage AMR GT3 EVO)
Christian Krognes / Mattia Drudi / Nicki Thiim / Felipe Fernández Laser - #99 – ROWE Racing (BMW M4 GT3 EVO)
Dan Harper / Max Hesse / Sheldon van der Linde / Dries Vanthoor - #45 – Rinaldi Racing (Ferrari 296 GT3)
- #16 – Scherer Sport PHX (Audi R8 LMS GT3 evo II)
- #65 – HRT Ford Performance (Ford Mustang GT3)
- #27 – PROsport Racing (Aston Martin Vantage AMR GT3)
- #911 – Manthey EMA (Porsche 911 GT3 R)
- #17 – Dinamic GT (Porsche 911 GT3 R)
Die offizielle Ergebnisübersicht ist auf der Veranstalterseite abrufbar.
Der Zweikampf um den Sieg
Das eigentliche Schlussdrama spielte sich zwischen MANN-FILTER (#48) und den Verfolgern von Manthey (#911) sowie dem GetSpeed-Verstappen-Mercedes (#3) ab.
- Die #3 GetSpeed-AMG war lange ein Siegkandidat, wurde aber durch Strafe/Probleme zurückgeworfen.
- Die späte Code-60-Phase nahm Manthey die Chance auf einen finalen Vollangriff.
- Dadurch konnte die #48 den Vorsprung kontrolliert ins Ziel bringen.
Fertige Kurzfassung :
„Mercedes-AMG triumphiert beim 24h-Rennen Nürburgring 2026: Das MANN-FILTER-Team mit Engel, Auer, Cairoli und Juncadella gewinnt vor Manthey-Porsche und ROWE-BMW. Das Schlussdrama entschied eine späte Code-60-Phase.“
Weitere Geschichten des Wochenendes
Für zusätzliche Emotionen sorgten:
- das Debüt neuer GT3-Technik, darunter der Ford Mustang GT3 EVO im Spitzenfeld
- der rennfähig ausgebaute Dreier-BMW-Touring (Combi) war der Publikumsliebling.
- prominente Fahrerbesetzungen aus Formel 1, DTM und GT-Welt
- zahlreiche Ausfälle klassischer Favoriten in der Nacht
Atmosphärisch außergewöhnlich
Das Rennen bestätigte erneut seinen Kultstatus: volle Campingplätze, durchgehende Fan-Partys an der Nordschleife, Drift-Shows und Festivalcharakter parallel zum Renngeschehen.
