Nach dem Einschlag eines Meteoriten in ein Wohnhaus in Koblenz sind weitere Fragmente entdeckt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden neben dem zunächst gefundenen größeren Stein noch zehn weitere kleinere Teile in und an dem Anwesen sichergestellt. Die Fragmente wiegen demnach zwischen 6 und 161 Gramm.
Der größte Fund ist laut Polizei etwa so groß wie ein Tennisball. Eine genaue wissenschaftliche Einordnung der Stücke steht allerdings noch aus. „Laienhaft betrachtet handelt es sich um Gestein“, erklärte die Polizei. Ob es sich zweifelsfrei um Bestandteile eines Meteoriten handelt, könne nur ein Sachverständiger feststellen.
Weitere Fragmente am Haus entdeckt
Bislang ist nach Angaben der Polizei lediglich ein Schaden an dem betroffenen Wohnhaus bekannt. Der Einschlag hatte sich am Sonntagabend ereignet. Nach Informationen des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz entstand dabei ein etwa fußballgroßes Loch im Dach. Ein Teil des Meteoriten durchschlug zunächst das Dach und landete anschließend im Schlafzimmer. Verletzt wurde niemand.
Die Polizei sucht derzeit nicht aktiv nach weiteren Gesteinsteilen. Dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass noch zusätzliche kleine Fragmente in der Umgebung des Hauses liegen.
Besitzansprüche inzwischen geklärt
Auch die Frage nach dem Eigentum an den Fundstücken ist inzwischen beantwortet. Nach Angaben der Polizei gehören die entdeckten Steine dem Grundstückseigentümer. Dieser kann somit selbst über den weiteren Verbleib entscheiden. Die derzeit noch bei der Polizei verwahrten Stücke sollen im Laufe des Tages übergeben werden. Nähere Angaben zur Person des Eigentümers machten die Beamten nicht.
Unterdessen hat bereits ein Experte des Instituts für Planetologie Interesse daran signalisiert, den größten Stein genauer zu untersuchen.
