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Mit Drogen in den Abgrund - die Geschichte eines süchtigen Kindes

Annette verlor ihren 14-jährigen Sohn beinahe im Kampf gegen die Drogensucht. (Foto: Beispielbild)


Für viele Eltern ist alleine die Vorstellung, dass sie ihr Kind nicht mehr erreichen können, schier unerträglich. Wie es einer Mutter erging die ihren 14-jährigen Sohn Tim (Name von der Redaktion geändert) an die Drogen verloren hat, berichtet uns Annette (Name von der Redaktion geändert) in ihrer ergreifenden Geschichte.

Die Tragödie nahm am 30.12.2014 ihren Anfang. Mein Sohn freute sich Silvester bei seinem Vater zu verbringen. Er sagte Tim aber leider kurzfristig ab. Tim befand sich zu diesem Zeitpunkt in einem Freundeskreis den man sich nicht unbedingt für sein Kind wünscht. Zu allem Überfluss konsumierte er regelmäßig Alkohol.

Mein Ex-Mann, Tims Vater, sah den regelmäßigen Konsum als nicht besonders erachtenswert an, weil er, wie er betonte, in Tims Alter auch schon Alkohol getrunken habe.

Am Abend erhielt ich einen Anruf von Tims Freunden. Sie teilten mir mit, dass er eine ganze Flasche Vodka getrunken hätte, sich umbringen wolle, im Schnee liege und nicht mehr aufstehen möchte.

Ich sagte ihnen, dass sie sofort einen Krankenwagen rufen sollen. Man mag es kaum glauben, aber niemand von ihnen wusste wie man einen Krankenwagen ruft. Ich kann nur an alle Eltern appellieren dass sie ihren Kindern beibringen wie man im Notfall schnellstens die Feuerwehr, die Polizei oder einen Krankenwagen alarmiert!

Wie in Trance rief ich sofort einen Krankenwagen und kontaktierte umgehend Tims Vater und bat ihn, dass er bitte sofort zum Krankenhaus kommen soll. Welchen Weg ich zum Krankenhaus genommen habe, kann ich rückblickend nicht mehr genau sagen. Meine Gedanken ließen sich nicht mehr kontrollieren.

In der Notaufnahme wurde festgestellt, dass Tim einen Promillewert von 3,5 aufwies. Er befand sich praktisch im Koma. Seine Körpertemperatur betrug nur noch 32 Grad und auf dem Weg zum Krankenhaus musste er reanimiert werden. Da sein Körper im kalten Schnee lag und vollkommen runter kühlte, zentralisierten sich seine Körperfunktionen. Dadurch hatte Tim überlebt.

So fing alles an:

In Kürze schildert Annette wie dies den Lebensentwurf von beiden auf einen Schlag veränderte und welche Schicksalsschläge noch zu überwinden waren.