Der Koblenzer Stadtrat hat in seiner Juni Sitzung wichtige Weichen für die Zukunft der Stadt gestellt. Neben der Vereidigung der neuen Bürgermeisterin standen Millioneninvestitionen für Sportstätten, das Stadttheater und die Infrastruktur auf der Tagesordnung.

Koblenz |

Der Koblenzer Stadtrat hat bei seiner Juni Sitzung zahlreiche richtungsweisende Entscheidungen getroffen. Wegen der hohen Temperaturen fand die Sitzung nicht im Rathaus, sondern in der Rhein Mosel Halle statt.

Im Mittelpunkt stand die Ernennung, Vereidigung und Einführung von Dr. jur. Dagmar Kranz zur Ersten hauptamtlichen Beigeordneten. Sie übernimmt zum 1. Juli 2026 das Amt der Bürgermeisterin. Gleichzeitig verabschiedete der Stadtrat Ulrike Mohrs, die nach acht Jahren aus dem Amt ausscheidet.

Millionen für Sport, Theater und Infrastruktur

Einstimmig beschlossen wurde die Fortführung des Neubaus des Feuerwehrgerätehauses in Horchheim. Aufgrund eines Lärmschutzgutachtens wird die Zufahrt künftig von Norden erfolgen. Die Baukosten liegen derzeit bei rund 7,8 Millionen Euro.

Mehr Geld fließt auch in den Ausbau des Glasfaserrings. Die Investitionssumme steigt von ursprünglich 4,2 auf nun 5,4 Millionen Euro. Dafür bewilligte der Stadtrat zusätzliche Mittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro.

Auch die Sanierung kommunaler Sportstätten kommt einen Schritt voran. Der Stadtrat bestätigte die weitere Teilnahme am Bundesförderprogramm und verabschiedete den erforderlichen Finanzierungsplan. Zuvor war der Stadt bereits eine Förderung von acht Millionen Euro in Aussicht gestellt worden.

Für die Sanierung des Stadttheaters stellte der Rat zusätzlich eine Million Euro bereit. Gleichzeitig wurde bekannt, dass sich die Wiederaufnahme des Spielbetriebs auf Februar 2027 verschiebt. Die Gesamtkosten steigen damit auf rund 45,6 Millionen Euro.

Weitere Beschlüsse für Koblenz

Darüber hinaus legte der Stadtrat die Verwendung eines Regionalbudgets von rund 89 Millionen Euro aus dem Infrastruktur Sondervermögen fest. Geplant sind unter anderem neue Mehrzweckhallen, energetische Sanierungen, eine Dachbegrünung der Stadtbibliothek sowie ein Multifunktionsgebäude im Sportpark Oberwerth.

Weitere Beschlüsse betrafen die Übernahme der Trägerschaft der Wald Kita auf der Karthause durch die Stadt, die Erweiterung der Zuständigkeiten des Kulturausschusses sowie zusätzliche Tempo 30 Bereiche in der Emser Straße, der Rizzastraße und der Lennéstraße.

Zudem soll Bubenheim einen neuen Dorfmittelpunkt erhalten. Vorgesehen sind ein neuer Stadtplatz an der Alten Schule sowie die Renaturierung eines Abschnitts des Bubenheimer Bachs. Außerdem beschloss der Stadtrat den Beitritt zur Kommunalen Klärschlammverwertung Rheinland Pfalz zum 1. Januar 2027.

Auch ein Blick in die Zukunft wurde geworfen. Nach der aktuellen Bevölkerungsprognose wird Koblenz bis zum Jahr 2040 voraussichtlich rund 112.000 Einwohner haben. Das entspricht einem Rückgang von etwa 1,8 Prozent.