Die Kapelle auf dem Bezirksfriedhof Metternich wurde umfassend saniert. Ein restauriertes Buntglasfenster des Koblenzer Künstlers Heinz Kassung macht sie nun zu einem besonderen Ort der Erinnerung.

Koblenz |

Die Friedhofskapelle in Metternich präsentiert sich nach einer umfassenden Sanierung in neuem Glanz. Der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen der Stadt Koblenz hat die Trauerhalle auf dem Bezirksfriedhof Metternich modernisiert und ihr zugleich ein würdiges Erscheinungsbild bewahrt. Es ist die erste grundlegende Sanierung seit der Errichtung der Kapelle im Jahr 1969.

Sanierung verbessert Komfort

Im Zuge der Arbeiten wurden die beiden WC-Anlagen vollständig erneuert. Außerdem wurden Decken und Wände instandgesetzt und neu gestrichen. Eine zeitgemäße Beleuchtung sowie neue Heizkörper sorgen künftig für mehr Komfort und eine angenehmere Atmosphäre für Trauergäste.

Noch nicht vollständig abgeschlossen ist die Modernisierung allerdings. Die Aufarbeitung des Fußbodens sowie die Sanierung des Schieferdachs stehen noch aus. Diese Arbeiten sollen in den kommenden Monaten folgen.

Buntglasfenster wird zum besonderen Blickfang

Der gestalterische Höhepunkt der sanierten Kapelle ist das restaurierte Buntglasfenster des Koblenzer Künstlers Heinz Kassung. Das dreiteilige Chorfenster entstand bereits 1961 für die damalige Pädagogische Hochschule Koblenz. Später befand es sich in der Kapelle auf dem Oberwerth. Vor dem Abriss des Gebäudes konnte die Koblenzer Kultur Stiftung das Kunstwerk sichern und zunächst im Mittelrhein-Museum einlagern.

Dank einer weiteren großzügigen finanziellen Unterstützung der Stiftung wurde das Fenster restauriert, an die neue Einbausituation angepasst und dauerhaft in der Kapelle des Bezirksfriedhofs Metternich eingebaut. Damit erhält das Kunstwerk nun wieder einen würdigen Platz.

Das Buntglasfenster besteht aus zahlreichen kleinen, von Bleiruten gefassten Glasflächen. Kräftige Blautöne werden durch leuchtende Akzente in Gelb, Rot und Grün ergänzt. Im Zentrum ist ein Fischmotiv zu sehen, darüber befinden sich drei Brotlaibe. Heinz Kassung verbindet damit mehrere christliche Symbole. Der Fisch gilt als Zeichen des Glaubens, während die drei Brotlaibe auf die Dreifaltigkeit verweisen. Die dominierenden Blautöne erinnern zugleich an Meer und Wasser als Ursprung allen Lebens.

Besonders eindrucksvoll entfaltet das Fenster seine Wirkung durch das einfallende Tageslicht. Es verleiht dem Raum eine besondere Atmosphäre und macht die Kapelle zu einem Ort, der Modernisierung, Kunst und Würde miteinander verbindet.

Die offizielle Einweihung der sanierten Kapelle findet am Samstag, 26. September, gemeinsam mit den Sponsoren sowie der Familie des verstorbenen Künstlers Heinz Kassung statt. Gleichzeitig lädt der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen zum Tag der offenen Tür im Krematorium ein. Besucherinnen und Besucher erhalten dabei die Möglichkeit, das Krematorium auf dem Bezirksfriedhof Metternich kennenzulernen und sich über die dortigen Abläufe sowie die Grabangebote der Friedhofsverwaltung zu informieren.