Der Stadtrat hat die Weichen für die Zukunft des Koblenzer Weindorfs gestellt. Mit einem modernen Konzept, das Tradition und regionale Identität verbindet, übernimmt künftig die Ahsenmacher GmbH & Co. KG die Pacht. Die Wiedereröffnung bleibt jedoch von einer umfangreichen Sanierung abhängig.

Koblenz |

Konzept verbindet Tradition und Moderne

Der Koblenzer Stadtrat hat in seiner Sitzung am 25. Juni die Ahsenmacher GmbH & Co. KG als neuen Pächter für das Weindorf ausgewählt. Das Unternehmen setzte sich in einem Interessenbekundungsverfahren gegen weitere Bewerber durch und überzeugte mit einem Konzept, das den historischen Charakter des Weindorfs bewahren und gleichzeitig neue gastronomische Akzente setzen soll.

Oberbürgermeister David Langner begrüßte die Entscheidung. Besonders überzeugt habe die gelungene Verbindung aus regionaler Identität, moderner Gastronomie und einem attraktiven Angebot für Gäste aus der Region und von außerhalb. In die Bewertung flossen neben dem gastronomischen Konzept auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die notwendigen baulichen Maßnahmen ein.

Das Weindorf ist seit dem 1. Januar 2026 geschlossen. Grund dafür ist die geplante umfassende Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudeensembles. Das Auswahlverfahren für die neue Verpachtung lief seit August 2025 unter Federführung der Koblenz Touristik gemeinsam mit dem Zentralen Gebäudemanagement und den Stadtwerken Koblenz.

Wiedereröffnung vor der BUGA bleibt ehrgeiziges Ziel

Johannes Ahsenmacher, Geschäftsführer des künftigen Pächters, kündigte an, die besondere Geschichte und Atmosphäre des Weindorfs zu erhalten und gleichzeitig neue Impulse zu setzen. Das Weindorf solle ein lebendiger Treffpunkt für Koblenzerinnen und Koblenzer sowie Besucher aus der Region und aus aller Welt werden.

Die Sanierung wird vom Zentralen Gebäudemanagement der Stadt betreut. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die europaweite Ausschreibung der Bauleistungen. Ziel ist es, die Arbeiten rechtzeitig vor der Bundesgartenschau 2029 abzuschließen. Angesichts des Umfangs der Sanierung bezeichnet die Stadt dieses Vorhaben jedoch als ambitioniert. Über den Fortgang des Projekts will die Stadt Koblenz regelmäßig informieren.