Durch den niedrigen Wasserstand des Rheins werden derzeit verstärkt Munition und Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg sichtbar. Die Behörden warnen davor, verdächtige Gegenstände anzufassen oder zu bewegen.

RLP |

Das extreme Niedrigwasser am Rhein bringt derzeit nicht nur Müll und Schrott zum Vorschein. Immer wieder werden auch Granaten, Munition und andere Kampfmittel entdeckt, die teilweise seit Jahrzehnten auf dem Grund des Flusses liegen. Zu den jüngsten Funden zählen unter anderem eine Bazooka-Rakete in Koblenz.

Kampfmittel bleiben unberechenbar

Wie viel Munition noch im Rhein liegt, können die Behörden nicht abschätzen. Gewässer wurden nach dem Zweiten Weltkrieg teilweise zur Entsorgung von Munition genutzt. Eine genaue Zahl der noch vorhandenen Kampfmittel gibt es jedoch nicht.

Besonders problematisch ist der Zustand der Fundstücke. Durch den jahrzehntelangen Einfluss von Wasser, Witterung und Temperaturschwankungen können Sprengkörper unberechenbar geworden sein. Eine plötzliche Explosion ohne äußere Einwirkung gilt zwar als eher unwahrscheinlich, dennoch warnen die Experten eindringlich vor jeder Berührung.

Abstand halten und Polizei informieren

Wer einen verdächtigen Gegenstand entdeckt, sollte ihn weder anfassen noch bewegen oder aufheben. Stattdessen ist ausreichend Abstand zu halten und die Polizei oder das zuständige Ordnungsamt zu verständigen.

Gemeldete Funde werden durch den Kampfmittelräumdienst überprüft. Bestätigt sich der Verdacht, stimmen Behörden, Polizei und Kommunen weitere Maßnahmen ab. Je nach Gefahrenlage können Absperrungen, Evakuierungen oder eine Entschärfung notwendig werden.