Professor Andreas Hesse von der Hochschule Koblenz zeigte in seinem Impulsvortrag „Trends im Stadtmarketing" Wege auf, wie der Innenstadtkern gestärkt werden kann. Der gebürtige "Kottemer" vom Knüppchen setzte für seine Zuhörer/innen vier Impulse: Blick in Nachbarstädte, Fokus auf die junge Generation, Nutzung von Künstlicher Intelligenz (beobachten/aufpassen und nutzen), Einige Dinge, die die Mayener Innenstadt umsetzen sollte.
Eine von der Stadt Mayen 2024 beauftragte und Anfang 2025 veröffentlichte Studie habe gezeigt, dass besonders junge Menschen Orte zum Verweilen ohne Verzehrzwang wünschen. Auch Events in der Innenstadt seien beliebt, allerdings in moderneren Formaten wie Vintage-Märkten oder After-Work-Events. Das kürzlich durchgeführte Flower-Power-Festival sei dafür ein gutes Beispiel.
Neue Herausforderungen durch KI
Laut Professor Hesse müssen sich Innenstädte auch neuen technischen Herausforderungen stellen. So würden Kunden zunehmend KI-Apps wie ChatGPT anstatt die Google-Suchfunktion nutzen, um lokale Geschäfte zu finden. Unternehmen müssten daher ihre Online-Präsenz anpassen.
Und um vermehrt auch junge Menschen in die Innenstädte zu locken, sei es unabdingbar notwendig, sich der Social-Media-Kanäle zu bedienen, betonte Professor Hesse. „Facebook und Instagram reichen dabei mittlerweile nicht mehr, es muss auch TikTok sein“, mahnte er an.
Oberbürgermeister Dirk Meid betonte bei der Veranstaltung im „Autohaus EifelMosel“ die Stärken der Stadt: „Wir sind mittelständisch geprägt, bodenständig und innovativ.“ Als besondere Marke hob er die Burgfestspiele hervor, die das "emotionale Herz" der Stadt seien.
