Durch die niedrigen Wasserstände erwärmen sich die Gewässer stärker. Gleichzeitig sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser. Für Fische, Muscheln, Insektenlarven und weitere Wasserlebewesen bedeutet dies eine zusätzliche Belastung. Aufgrund der geringen Wassermengen stehen den Tieren außerdem weniger Rückzugsräume zur Verfügung.
Wasserbehörde empfiehlt rücksichtsvolles Verhalten
Die Kreisverwaltung empfiehlt, Trinkwasser sparsam zu verwenden, derzeit kein Wasser aus Bächen und Flüssen zu entnehmen und Gewässer möglichst nicht zu betreten. Auch Uferbereiche sollten geschont werden, um Rückzugsräume für Tiere zu erhalten.
Unabhängig von der aktuellen Niedrigwassersituation bleibt die Entnahme von Wasser mit Motorpumpen ohne wasserrechtliche Erlaubnis unzulässig.
Erholung mit Rücksicht auf die Natur
Flüsse und Bäche sind im Sommer beliebte Ausflugsziele. Die Untere Wasserbehörde weist jedoch darauf hin, dass bereits das Durchwaten flacher Gewässer oder das Betreten empfindlicher Uferbereiche Sedimente aufwirbeln und Lebensräume beeinträchtigen kann. Dadurch können die ohnehin belasteten Wasserlebewesen zusätzlich gestört werden.
Weitere Informationen zur aktuellen Niedrigwassersituation und den Auswirkungen der Hitze auf die Gewässer stellt das Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz bereit.
