Beim Oktobermarkt in Nastätten sind am Freitagnachmittag (23. Oktober) zwei Besucher durch eine umstürzende Metalltraverse schwer verletzt worden. Einer der Männer schwebt weiterhin in Lebensgefahr. Die Polizei ermittelt zur Unfallursache. Für betroffene Bürger werden Seelsorgegespräche angeboten.

Nastätten |

Windböe vermutlich Ursache des Unglücks

Gegen 16.30 Uhr stürzte am Freitag eine Metalltraverse um, die über einem Zuweg von der Römerstraße zum Zentralplatz aufgestellt war. An der Konstruktion war ein Banner befestigt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei könnte eine Windböe den Einsturz verursacht haben.

Ein 58-jähriger Besucher wurde schwer verletzt, ein 72-jähriger Mann erlitt schwerste Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand ist weiterhin kritisch. Nach Angaben der Polizei hat sich der Gesundheitszustand beider Männer bis Samstag nicht verändert. Weitere Personen wurden entgegen anderslautenden Gerüchten nicht verletzt.

Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen und die Metalltraverse zur Beweissicherung sichergestellt. Der Veranstalter richtete einen Krisenstab ein und beendete den Oktobermarkt am Freitagabend vorzeitig. Am Samstag wird die Veranstaltung fortgesetzt.

Seelsorge und Gesprächsangebote für Betroffene

Für Menschen, die das Unglück miterlebt haben oder unter dem Eindruck der Ereignisse stehen, bieten die Stadt und die Verbandsgemeinde Nastätten gemeinsam mit der Notfallseelsorge Rhein-Lahn-Westerwald Unterstützung an.

Am Samstag (24. Oktober) können Betroffene von 11 bis 13 Uhr im Sitzungsraum der Verbandsgemeindeverwaltung Nastätten, Bahnhofstraße 1, Gespräche führen. Zusätzlich steht die evangelische Kirche von 12 bis 14 Uhr sowie von 18 bis 20 Uhr als Rückzugsort und für seelsorgerische Gespräche offen.

Die Polizei bittet um Verständnis, dass zu den laufenden Ermittlungen derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden können.