Am Montag, 19. Oktober, beginnt im Bereich des Forstamtes Boppard eine umfangreiche Bodenschutzkalkung. Dabei werden pro Hektar drei Tonnen kohlensaurer Magnesiumkalk ausgebracht, um der zunehmenden Versauerung der Waldböden entgegenzuwirken. Die Arbeiten dauern voraussichtlich sechs Wochen und sind von geeigneten Wetterbedingungen abhängig.
Kalkung soll Waldböden langfristig schützen
Trockenheit, Schädlinge und die Versauerung der Böden setzen den Wäldern zunehmend zu. Die Kalkung soll einer weiteren Versauerung für etwa 15 Jahre entgegenwirken und die Gesundheit der Waldökosysteme stabilisieren. Gleichzeitig dient sie dem Schutz von Grund- und Quellwasser. Bei der Maßnahme handelt es sich nicht um eine Düngung, sondern um gezielten Bodenschutz.
Von den insgesamt 3.000 Hektar Stadtwald werden ausschließlich die durch Bodenuntersuchungen als kalkungsbedürftig eingestuften 1.500 Hektar behandelt.
Bevölkerung soll betroffene Waldgebiete meiden
Das ausgebrachte Gesteinsmehl ist gesundheitlich unbedenklich. Dennoch empfiehlt das Forstamt, die betroffenen Waldgebiete während der Hubschraubereinsätze zu meiden. So lassen sich Verschmutzungen an Kleidung und Fahrzeugen sowie mögliche Störungen vermeiden.
Die Wirksamkeit der Waldkalkung ist wissenschaftlich belegt. Die Maßnahme wird durch die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz begleitet.
