Nico Menzel und Sven Müller gewannen die 1. ADAC Eifel-Trophy im neuen Dunlop-Porsche 911 GT3 R nach 27 Runden mit lediglich 0,319 Sekunden Vorsprung vor Jens Klingmann und Robin Frijns im BMW M4 GT3 EVO von Schubert Motorsport. Rang drei belegte die Pro-Am-Besatzung von LOSCH Motorsport by BLACK FALCON mit Patrick Assenheimer, Tobias Müller und Dylan Pereira.
Boxenstrategie entscheidet das Rennen
Den Grundstein für den Erfolg legte die Mannschaft bereits im ersten Renndrittel. Während die meisten Spitzenteams ihren ersten Boxenstopp erst nach sieben Runden absolvierten, kamen der spätere Sieger-Porsche und der BMW von Schubert Motorsport bereits eine Runde früher an die Box. Dadurch übernahm Menzel im zwölften Umlauf die Führung.
In den Schlussrunden setzte Klingmann den führenden Porsche unter Druck und profitierte von dichtem Verkehr sowie einer späten Code-60-Phase. Sven Müller verteidigte die Spitzenposition jedoch bis ins Ziel.
Pole-Setter fällt zurück
Christian Krognes hatte den Aston Martin Vantage GT3 EVO von Walkenhorst Motorsport mit einer Zeit von 7:54,452 Minuten auf die Pole-Position gestellt und führte zunächst das Rennen an. Während der ersten Boxenstopp-Phase verlor das Team jedoch den Anschluss an die Spitze. In der letzten Runde fiel der Aston Martin hinter den Mercedes-AMG GT3 von PROsport Racing zurück und beendete das Rennen auf Rang fünf.
Ein Reifenschaden am Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports verhinderte zudem ein mögliches Podium. Das Fahrzeug musste nach einem Defekt am linken Hinterrad vorzeitig abgestellt werden.
Fahrer des Rennens ausgezeichnet
Zum „Fahrer des Rennens“ wurde Raphael Rennhofer gewählt. Der Nachwuchsfahrer überzeugte in der Cup-2-Klasse der Porsche Endurance Trophy Nürburgring im Porsche 911 GT3 Cup von LIQUI MOLY by BLACK FALCON. Gemeinsam mit Ryan Harrison und Leon Wassertheurer belegte er Rang zwei der Klasse. Den Klassensieg sicherten sich Nico Bastian und Martin Rump für Mühlner Motorsport.
Spannung im BMW M240i Racing Cup
Auch im BMW M240i Racing Cup fiel die Entscheidung erst auf den letzten Metern. Sven Markert, Edoardo Bugane, Tim Lukas Müller und Yannick Fübrich vom Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels gewannen ihre Klasse mit einem Vorsprung von lediglich 1,028 Sekunden auf Aiden Mulready, Joshua Hislop und James Breakell.
Durch den Klassensieg übernahm das Adrenalin-Quartett mit 60 Punkten die alleinige Führung in der Meisterschaft. Die bisherigen punktgleichen Tabellenführer Oskar Sandberg und Alexander Fielenbach schieden nach einem Unfall im Streckenabschnitt Schwalbenschwanz vorzeitig aus.
Nachwuchs und Ausblick
Parallel zum Langstreckenrennen fand die zweite Veranstaltung der NLS Jugend-Kart-Slalom-Meisterschaft 2026 statt. Klassensiege feierten Leonie Heiermann, Luise Schwarz, Jeremy Port, Leo Pawelczyk, Tim Schneider und Francis Rittinger.
Das nächste Rennen der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie findet am 1. August statt. Das KW 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen gilt als Saisonhöhepunkt und wird über die XXL-Distanz von sechs Stunden ausgetragen.
