Alicia Bohn von der Rudergesellschaft Treis Karden hat sich beim internationalen Coastal Rowing Wettbewerb im italienischen Donoratico erstmals mit der Weltspitze gemessen. Trotz hoher Wellen und anspruchsvoller Bedingungen sammelte sie wertvolle Erfahrungen für die kommenden Deutschen Meisterschaften.

Treis-Karden |

Premiere auf internationaler Bühne

Für Alicia Bohn von der Rudergesellschaft Treis Karden begann in diesem Jahr ein neues sportliches Kapitel. Die Spitzenruderin startet künftig im Coastal Rowing, einer eigenständigen Disziplin des Rudersports, die 2028 erstmals zum olympischen Programm in Los Angeles gehören wird.

Ihr erster internationaler Wettkampf führte sie nach Donoratico in der Toskana. An der etruskischen Küste erwarteten die Athleten nicht nur ein kilometerlanger Sandstrand, sondern auch grenzwertige Bedingungen auf dem Mittelmeer. Hohe Wellen, Schutzhelme, Kenterungen und blaue Flecken gehörten zum Wettkampfalltag.

Technik, Tempo und starke Konkurrenz

Alicia Bohn ging sowohl im Einer als auch im Mixed Doppelzweier mit ihrem Partner Leander Spalek aus Frankfurt an den Start. Nach dem Einzelzeitfahren qualifizierten sich die besten 16 der rund 60 Boote für die K o Runde.

Der Wettbewerb beginnt mit einem Sprint vom Strand zum Boot. Anschließend absolvieren die Athleten einen Slalom um zwei Bojen, bevor sie an einer dritten Boje eine 180 Grad Wende fahren. Danach geht es zurück an den Strand, wo die Ruderer aus dem Boot springen, über den Sand ins Ziel sprinten und dort einen Buzzer drücken. Entscheidend sind dabei Technik, Kraft und Tempo. Wer sich in den hohen Wellen quer stellt, verliert wertvolle Sekunden und damit die Chance auf eine Spitzenplatzierung.

Alicia Bohn belegte im Einer Rang 40. Gemeinsam mit Leander Spalek erreichte sie im Mixed Doppelzweier Platz 36. Der nächste Höhepunkt wartet bereits: Bei den Deutschen Meisterschaften im Rahmen der Finals auf dem Steinhuder Meer bei Hannover will die Sportlerin erneut an den Start gehen.