FV Rübenach, Tabellensechzehnter, 15 Punkte, 26:56 Tore
Als Vizemeister der Bezirksliga Mitte stieg der FV Rübenach in die Rheinlandliga auf. Erstmalig seit zwanzig Jahren spielt damit der Koblenzer Vorortverein in der höchsten Verbandsklasse. Dass es in der Rheinlandliga nicht leicht werden würde, war allen Beteiligten klar.
Als Sechzehnter mit 15 Punkten steht man nur zwei Punkte unter dem Strich. Alles ist möglich beim FVR. Dass man auf Kontinuität setzt, bewiesen die Verantwortlichen, indem man mit Aufstiegstrainer Benedikt Lauer den Vertrag um ein weiteres Jahr verlängerte.
Zwei Abgängen stehen zwei Zugänge gegenüber. Sascha Engel und Jonas Lauer haben den Verein verlassen. Dafür konnte man Antonio Fejza von Anadolu Spor Koblenz zurückholen. Kurz vor Transferschluss gelang es zudem, den Rheinlandligaerfahrenen Kadir Mete Begen von TuS Oberwinter nach Rübenach zu lotsen. Schon an diesem Wochenende steht ein "6-Punkte-Spiel" auf dem Programm, wenn man zuhause Eintr. Mendig empfängt.
SV Laubach, Tabellenfünfzehnter, 16 Punkte, 28:43 Tore
Nur ein Pünktchen hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz steht der SV Laubach. Nachdem man im Aufstiegsjahr eine sensationelle Runde spielte, tut man sich in dieser Saison schwer. Viele Spiele wurden knapp und unnötig verloren. Trotzdem ist Cheftrainer Tobias Jakobs guten Mutes, dass man am Ende der Saison den Klassenerhalt schafft. "Wir haben eine gute Vorbereitung gehabt, sieht man von den letzten beiden Tests gegen Tarforst (1:4) und Mülheim (2:8) ab. Wir wollen unbedingt in der Klasse bleiben und haben dafür viel geackert. Ich hoffe, es zahlt sich am Ende aus.“
Hoffnung legt Jakobs auf seinen Mittelstürmer Lukas Mey der bisher nur auf sechs Ligaspiele kam und nach einem Fußbruch monatelang fehlte. Nach langer Leidenszeit ist der Topstürmer wieder fit.
Die Mannschaft und der Kader, so Jakobs, kamen gut durch die Winterpause. Jakobs: "Im Grunde sind alle fit und wir brennen auf die Rückrunde."
TuS Immendorf, Tabellenvierzehnter, 17 Punkte, 26:54 Tore
Knapp über dem Strich stand zur Winterpause der TuS Immendorf. Die Mannschaft von Marvin Schenk will alles daran setzen, dass man auch in der kommenden Saison in der Verbandsliga spielt.
Schenk hatte bereits im Januar seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert, wie auch ein Großteil der Immendorfer Spieler. Kontinuität am "Dörnchen".
"Wir sind in weiteren und guten Gesprächen. Mit eigenen Spielern, sondieren aber auch den Markt“, sagt Schenk.
Die Vorbereitung auf die letzten 15 Spiele der Rückrunde läuft gut. "Die Jungs ziehen gut mit. Zuletzt haben wir gegen das Bezirksligaspitzenteam aus Mayen 7:0 gewonnen. Das hat mir gezeigt, zu was sie in der Lage sind", sagt Schenk, der seine Mannschaft auf einem guten Weg sieht.
SV Eintracht Mendig, Tabellendreizehnter, 20 Punkte, 29:47 Tore
Immerhin vier Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz hat Aufsteiger Eintracht Mendig.
In der Winterpause gab es einige personelle Veränderungen (wir berichteten). Mit dem neuen Stamm an Spielern wollen die Vulkanstädter die Klasse halten. Als "durchwachsen" kann man die Testspielergebnisse der Mendiger bewerten. "Oft hatten wir nur wenige Ersatzspieler dabei. Wir hatten oft viele Erkrankte und Verletzte." Als Toptransfer gilt Jason Weber. Der Mittelstürmer, der vom Oberligisten Emmelshausen-Karbach an die Brauerstraße kam, soll mit Toren und Vorlagen beim ausgegebenen Ziel "Klassenerhalt" mithelfen. Mrkalj: "Sehr wichtig werden die beiden Auftaktspiele in diesem Jahr sein, wenn es gegen direkte Konkurrenten geht." Erst muss Mendig nach Rübenach, danach empfängt man zuhause Arzfeld.
SG 99 Andernach, Tabellensiebter, 33 Punkte, 44:35 Tore
Nach einem Stotterstart lief es rund bei der SG Andernach. Als Tabellensiebter überwinterten die Bäckerjungen und wollen auch am Ende der Saison in der oberen Tabellenhälfte stehen. SG Trainer Kim Kossmann "Wir hatten in den letzten Jahren immer den Klassenerhalt als Zielsetzung ausgerufen. Aber mittlerweile ist die Mannschaft gereift und so können wir uns höhere Ziele setzen."
Einiges hat sich personell getan. Daniel Neunheuser ist zwar nach wie vor bei der SG gemeldet, wird aber aufgrund seiner Verletzung wohl kein Spiel mehr für die Bäckerjungen bestreiten können. "Vielleicht ist er soweit, dass er beim letzten Heimspiel eingewechselt werden kann“, so Kossmann. Neben Maximilian Lochner und Luca Datz muss man künftig auch auf Tim Esten verzichten. Esten, der erst zu Saisonbeginn als Torschützenkönig der Bezirksliga aus Oberzissen kam, hat sich Oberligist FC Rot-Weiß Koblenz angeschlossen. Bis dahin hatte Esten neun Tore für Andernach erzielt.
Dem gegenüber stehen vier Neuzugänge. Dies sind David Lipinski, Drilon Demiraj, Max Blohm und Jan Engels.
Schon heute Abend steht das Derby bei der SG Mülheim-Kärlich an.
SG 2000 Mülheim-Kärlich, Tabellenvierter, 36 Punkte, 46:31 Tore
Nach zwei Vizemeisterschaften und knapp verpassten Aufstiegen überwinterte die SG 2000 auf dem vierten Tabellenplatz.
Der Rückstand auf das Spitzentrio Ahrweiler, Wittlich und Schneifel beträgt bereits neun bzw. acht Punkte.
Dennoch setzen die Verantwortlichen der Mülheimer weiterhin auf Kontinuität. Der Vertrag mit Trainer Nenad Lazarevic wurde um ein weiteres Jahr verlängert. Die Vorbereitung war sehr zufriedenstellend für die SG. "Die Langzeitverletzten sind fast alle wieder dabei. Der eine oder andere mit etwas Rückstand, aber das passt schon sehr gut. Wir trainieren sehr gut, haben in nahezu jedem Training zwanzig Mann." Nicht nur Lazarevic bleibt dem Verein treu, auch viele Leistungsträger haben ihre Verträge bereits verlängert. "Kommen Neuzugänge, werden das junge Spieler sein, die entwicklungsfähig sind“, sagt Lazarevic. Den Rückstand aufs Führungstrio sieht man als Chance. "Wir haben diesmal keinen Druck und können uns das Feld mit etwas Abstand anschauen. Wir werden Vollgas geben und schauen, wo wir am Ende stehen."
Ahrweiler BC, Tabellenerster, 45 Punkte, 63:24 Tore
Als Primus ging der Ahrweiler BC in die Winterpause. Stärkster Sturm, zweitbeste Abwehr. Es passte in der Vorrunde. Dann kam das große Trainerbeben. Mike Wunderlich, der erst zu Beginn der Runde kam, erhielt ein Angebot des Wuppertaler SV. Ahrweiler wollte Wunderlich keine Steine in den Weg legen und ließ den erfolgreichen Trainer schweren Herzens ziehen. Das Amt des Trainers übernahm Markus Pazurek. Der ehemalige Profi kam ebenso wie Wunderlich im letzten Sommer an die Ahr. Allerdings war Pazurek als Spieler eingeplant. In Mülheim-Kärlich verletzte sich Pazurek schwer. Nach Sondierungen mit möglichen anderen Trainerkandidaten entschied der Vorstand Ende Januar, dass Pazurek Spielertrainer bleiben soll. An "Patschus" Seite steht mit Maximilian Fichtl (37) ein ehemaliger ABC Spieler und Inhaber der Trainer A-Lizenz.
Erfreulich liefen die Testspiele der Ahrstädter. Lediglich gegen den Tabellenführer der Mittelrheinliga, Bergisch-Gladbach, setzte es eine knappe Niederlage. Jetzt aber steht der Titelkampf an. Punktgleich mit Wittlich und nur einen Punkt vor der SG Schneifel will der ABC am Ende ganz oben stehen.
