Die Deutschen sind Weltmeister im Sparen. Doch viele Bürger fühlen sich beunruhigt: Niedrigzinspolitik, Brexit und die Umweltdiskussion lassen sie um ihr Erspartes fürchten.

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Die Deutschen sind Weltmeister im Sparen. Doch viele Bürger fühlen sich beunruhigt: Niedrigzinspolitik, Brexit und die Umweltdiskussion lassen sie um ihr Erspartes fürchten.

Die Zahl der Kritiker an der Niedrigzinspolitik erreicht nach Studienergebnissen ein neues Rekordniveau. 2019 hielten 53 Prozent der Bundesbürger diese Politik für falsch, im noch jungen Jahr 2020 sind es bereits 61 Prozent. Das sagt eine aktuelle und repräsentative forsa-Studie, die im Auftrag der Gothaer Asset Management AG (www.gothaer.de) zum Anlageverhalten der Deutschen erstellt wurde. Die schärfsten Kritiker befinden sich in der Altersgruppe der über 60-Jährigen: Dort halten 66 Prozent die Niedrigzinspolitik für falsch.

Die Frage, ob das Ersparte am Ende für das Leben im Alter reicht, bewegt die Menschen. 47 Prozent der Befragten befürchten, dass das gesparte Geld nicht ausreichen wird, um den aktuellen Lebensstandard zu halten. Auch die Angst vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone schafft Unsicherheit: 27 Prozent der Befragten äußern hier konkrete Befürchtungen. Auch die Klimadiskussion ist beim Thema Geldanlage angekommen: 53 Prozent der Befragten sind bereit, in eine nachhaltige Geldanlage zu investieren, auch wenn sie gleichzeitig eine geringere Rendite erhalten würden. Besonders ausgeprägt ist mit 60 Prozent diese Einstellung bei den 18- bis 29-Jährigen. Beliebteste Geldanlageform bleibt das Sparbuch mit 48 Prozent. Lebensversicherungen erreichen 30 Prozent und Fonds 24 Prozent.