Zwei Goldmedaillen für Jonas Wiesen von der Rudergesellschaft Treis-Karden: Bei den Deutschen Sprintmeisterschaften in Dresden wurde der Steuermann aus Brieden gleich zwei Mal Deutscher Meister.

Treis-Karden |

In K.o.-Entscheidungen gegen die besten Achter der Ruder-Bundesliga hatte sich der Deutschlandachter ins 350-Meter-Finale vorgekämpft. Die Ruder-Bundesliga fährt üblicherweise auf dieser Sprintdistanz, während der Deutschlandachter sonst auf der 2000-Meter-Strecke startet.

Die Finalgegner bestanden aus einer Kombination des nationalen Vierers, Zweiers sowie zweier Ersatzruderer. Diese Mannschaft hatte sich ebenfalls souverän für das Finale qualifiziert.

Aufholjagd bringt knappen Sieg

Zunächst lag der Kombinationsachter vorne, doch zur Streckenhälfte holte der Deutschlandachter auf. Mit einem Vorsprung von nur 0,13 Sekunden und einer Zeit von 53,34 Sekunden sicherte sich das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes den Titel. Auch der unterlegene Achter fuhr mit 53,47 Sekunden eine starke Zeit.

Wir wussten, dass unsere Gegner auf den ersten Metern schneller sein würden, wir aber die höhere Maximalgeschwindigkeit haben. Das konnten wir am Ende nutzen.

- Jonas Wiesen

Gold auch im Frauen-Achter mit Wiesen am Steuer

Zusätzlich steuerte Wiesen auch den Frauen-Achter, der für die Meisterschaft aus dem Doppelvierer und mehreren Zweiern gebildet wurde. Im Finale traf das Boot auf den aktuellen Frauen-Nationalachter.

Bei unruhigen Wasserbedingungen setzte sich die von Wiesen gesteuerte Mannschaft durch und gewann Gold.

Bilanz der Rudergesellschaft Treis-Karden in 2025

Vier Tage lang traten in Dresden Athletinnen und Athleten in 20 Sportarten an, das Rudern wurde im Industriehafen ausgetragen.

Für die RG Treis-Karden ist es in diesem Jahr bereits die fünfte Medaille bei Deutschen Meisterschaften: Drei Titel und zwei Vizemeisterschaften. Hinzu kommen zwei Weltcupmedaillen – einmal Gold, einmal Silber.

WM-Teilnahme in Shanghai geplant
Ende September wird Jonas Wiesen erneut international antreten: Bei der Weltmeisterschaft in Shanghai wird er den Deutschlandachter sowie den neu eingeführten Mixed-Achter steuern.