Fantastische Fernsichten vom Dach der Nahe: Wanderern liegt auf der kurzen Runde Bad Münster am Stein zu Füßen. Foto: Poller/ideemedia

Ein Aufstieg ohne große Anstrengung

Wo Wanderern die Nahe zu Füßen liegt und traumhafte Fernblicke locken – Leichte Tour für heiße Tage


Heute streben wir nach Höherem: Die Introtour Rotenfels führt uns auf äußerst kurzweiliger Route nicht nur durch traumhaften Wald und zu herrlichen Ausblicken, sondern auch ganz nach oben. Von der Hangkante des Rotenfels aus liegt Wanderern das Naheland zu Füßen.

Am Wanderportal Rotenfels (1) starten wir die Premium-Spazierwanderung auf der Introtour, die wir im Uhrzeigersinn erleben wollen. Daher kehren wir der Straße den Rücken und laufen über den Parkplatz zum ersten Wegweiser. Das markante Logo schickt uns auf einem weichen Grasweg am Rand einer artenreichen Wiese entlang. Nach nur 140 m biegt unser Weg mit kleinem Linksversatz auf eine Allee ab, links befindet sich das einla¬dende Gasthaus zur Bastei.


Doch zuvor wollen wir das Ro¬tenfelsplateau erkunden, und so biegen wir am folgenden Wegweiser scharf links auf einen befestigten Waldweg ab und tauchen wenige Schritte später erstmals unters herbstbunte Blätterdach erhabe¬ner Eichen. An einer Kreuzung halten wir uns halb rechts und laufen nun auf einer alten Asphaltdecke leicht ab¬wärts. Lange bleiben wir nicht auf dem harten Belag, denn nach 0.6 km schicken uns die Logos rechts auf einen verheißungsvoll als „Panorama-Wanderweg“ gekenn¬zeichneten Waldpfad.

Es dauert nicht lange, und wir atmen Natur pur. Tief ziehen wir die frische Waldluft ein und genießen den vielstufigen Wald, während wir dem weichen Pfad ohne größe¬re Höhendifferenz folgen. Immer wieder erregen alte, dicke Eichen unsere Aufmerksamkeit.

Das Unterholz lichtet sich, schlanke Kiefern dominieren die Szene, und unser Weg bringt uns an eine Waldkreuzung: Hier müssen  wir unbedingt einen kleinen Abstecher nach links einlegen, denn nur 40 m entfernt lockt der Rabenfels (2) mit einem Blick hinab ins Nahetal,
hinüber zum Felsmassiv der „Gans“ und weit ins rhein¬hessische Hügelland. Im Tal erkennen wir die Salinen, und auch die Nahe lässt grüßen.

Nach ausgiebiger Pause setzen wir die Wanderung fort Richtung Rotenfels. Mit sanftem Auf und Ab erobern wir den herrlichen Wald,. Nach 1.5 km errei¬chen wir eine Wegkreuzung und behalten die Richtung bei. Nachdem wir wieder ein paar Höhenmeter gewonnen haben, gesellt sich von links noch die Vitaltour Rotenfels zu uns. Jetzt ist es fast geschafft, und schon weichen die Gebüsche zurück und wir stehen nach 2 km an zwei Bänken und einer ersten grandi¬osen Aussicht an der Hangkante (3). Begeistert von dieser Aussicht, sind wir gespannt, was nun der Rotenfels noch an Steigerung bieten wird. Wir werden nicht ent¬täuscht. Denn kaum sind die letzten begleitenden Büsche zurückgewi¬chen, führen uns einige Stufen auf den Gipfel des Rotenfels (4). Eine atemberaubende Panoramasicht! Bestens durch ein Geländer gesi¬chert, bewegen wir uns nun unmit¬telbar an der Hangkante entlang und genießen den Weitblick, der sich von hier oben bietet. Natürlich stehen auch Bänke zum Ausruhen und „Fern-Sehen“ bereit.

Je länger wir dem Fußweg folgen, umso mehr rückt neben der Aus¬sicht auf das Tal und die Umge-bung der Fels selbst in den Fokus. Immerhin bewegen wir uns hier an der Oberkante der höchsten Steilwand nördlich der Alpen, und entsprechend spektakulär ist die Aussicht auf die Felswände. Schon erblicken wir die gemauerte Kanzel der Bastei, wo wir bald stehen werden
(5). Hier schlagen nach 2.6 km unsere Herzen noch einmal höher. Tief beeindruckt nehmen wir das fantastische Panorama in uns auf, lassen den Blick auf der expo¬nierten Ebernburg verweilen und vollziehen die Route der von hier bestens überschaubaren Introtour Ebernburg nach.
Mit einem letzten weiten Rundumblick verabschieden wir uns von der Bastei und folgen dem Pfad zum Parkplatz des Wanderportals (1), wo sich nach 3.1 km unsere grandiose Tour auf das „Dach des Nahetals“ schließt.


Fazit:
Der Weg verlangt normale Kondition. Festes Schuhwerk ist aufgrund der Naturweganteile wichtig. Aufgrund des Erlebnis¬potenzials und des Reliefs empfiehlt es sich die Tour im Uhrzeigersinn zu absolvieren.
 

 Länge: 3.1 km
Dauer: 1h 15 min
Höhenmeter: 69
Start/Ziel: Wanderportal am Rotenfels Anfahrt: B 41 bis Hüffelsheim, über die L 236 nach Rüdesheim und Traisen, K 80 bis Parkplatz.
ÖPNV: Bis Bad Münster am Stein, dort alternativ in die Tour einsteigen Schwierigkeit: Leicht

Buchtipp: Traumrunden – 11 perfekte Premium-Kurzwanderungen zwischen drei und sieben Kilometern am Rhein, an der Nahe und in der Pfalz. Aktuelle Anfahrtsbeschreibungen, Detailkarten, geprüfte GPS-Daten und Direktanbindung an die App traumtouren, 14,95 Euro. Traumpfädchen – 14 Premium-Spazierwanderungen in der Eifel, am Rhein und an der Mosel, 14,95 Euro.  www.ideemediashop.de

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