Die "Sagenhafte Vulkanregion Laacher See" präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Wanderportal www.Profirouten.de den Himmelsleiterweg. Auf felsigen Steigen hinauf zur aussichtsreichen Rheinhauptterrasse

Die "Sagenhafte Vulkanregion Laacher See" präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Wanderportal www.Profirouten.de den Himmelsleiterweg.

Wandern mit Profirouten durch die Sagenhafte Vulkanregion Laacher See
 

Diese wunderschöne und aussichtsreiche, rund 14 Kilometer lange Runde im unteren Mittelrhein- und Brohlbachtal wurde nach der "Himmelsleiter" benannt, einem im Volksmund so bezeichneten pfadigen Steilanstieg aus dem Brohltal hinauf zur Lützinger Höhe. Zum Streckenprofil gehören felsige Steige, naturbelassene Waldpfade und Höhenwege mit herrlichen Fernsichten ins Rheintal, ins Vinxtbachtal und weit in den Westerwald und ins Siebengebirge hinein.

Der Himmelsleiterweg beginnt in den Rheinanlagen von Brohl. Über den alten Leinpfad wandern wir rheinaufwärts und überschreiten dabei den Mündungsbereich des Brohlbaches. Durch die Unterführung der B 9 gelangen wir auf den Dorfplatz von Brohl mit dem schönen "Bröhlche-Jääße-Brunnen". An einem teichähnlichen Gewässer vorbei geht es am Mühlenbach entlang in die Müllerwiese hinein. In einer Rechtskehre überschreiten wir den Mühlenbach und steigen mit der Himmelsleiter zur Lützinger Höhe hinauf. Überaus stramm geht es jetzt mit dem schmalen Steig bergan. Dabei zeigt sich der serpentinenartige Routenverlauf schon fast alpin. Der Pfad windet sich entlang eines Felsengrates in unzähligen Kehren zur Rheinhauptterrasse hinauf, führt mehrmals an die lotrecht abrechende Hangkante heran und ermöglicht dabei wunderschöne Ausblicke ins untere Brohltal.

Vom weitläufigen Plateau der Lützinger Höhe genießen wir dann einen traumhaften Blick ins Mittelrheintal und auf Brohl. Jenseits des Rheintales schweift der Blick weit in den Westerwald hinein. Von diesem schönen Aussichtspunkt geht es mit dem Himmelsleiterweg sanft bergan zum Leitenkopf hinüber, einem ehemaligen Schlackenkegelvulkan mit einer Sitzgruppe aus Basaltgestein, die eine herrliche 360° Rundumsicht ermöglicht. Vom Leitenkopfes läuft die Route in den aufgelassenen Steinbruch hinein. Eindrucksvoll ragen hier die senkrechten Wände aus Schaumlava auf, die als Untermaterial im Straßenbau Verwendung fand. Inzwischen hat die Natur damit begonnen, sich den ehemaligen Lavabruch wieder einzuverleiben. Überall zeigen sich Hecken und junge Birkengehölze in dem ausgedehnten Areal. Im weiteren Verlauf wird die Ortschaft Niederlützingen durchmessen und zum Steinbergskopf hinüber gewandert. Auch bei dieser Erhebung handelt es sich um einen erloschenen Vulkan. Hier wurde bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts Säulenbasalt abgebaut. Danach hat man das Bruchgelände als Kreismülldeponie genutzt. Heute erfreuen wir uns vom aufgeschütteten "Müllhügel" des Steinbergkopfes an schönen Blickes ins Vinxtbachtal.

Jetzt läuft die Route fast ebenen Fußes an der Ortslage von Niederlützingen vorbei und sodann auf weichen Waldpfaden hinüber zur Reutersley. Von diesem exponierten Felsennest sind die Aussichten ins Rheintal mehr als bemerkenswert. Rheinabwärts zeigt sich auf einem benachbarten Höhenzug Burg Rheineck. Zur anderen Seite hin, also rheinaufwärts fällt der Blick auf Brohl und weit in der Ferne auf die Insel Hammersteiner Werth mitten im breiten Rheinstrom. Hier ist natürlich eine große Pause Pflicht, um dieses tolle Rheintalpanorama eine Weile zu bewundern. Mit dem Rheinburgenweg führt uns das  Wegezeichen des Himmelsleiterweges im letzten Teilabschnitt über steile Serpentinenpfade und felsige Steige wieder ins Rheintal hinab. In den Brohler Rheinanlagen treffen wir dann auf den Aalschokker Katharina, an dem diese tolle Runde ihren Anfang nahm. Zumindest in den Sommermonaten kann man in dem direkt daneben eingerichteten Biergarten ein kühles Weizenbier durch die durstigen Kehlen rinnen lassen.

Fazit:

Selten gibt es von einer nur 14 Kilometer langen Rundwanderung soviel Sehens- und Erlebenswertes zu berichten. Dem Kulturverein Brohl als Betreiber dieser schönen und abwechslungsreichen Tour ist ohne Zweifel ein großer Wurf gelungen, der die Wanderregion Brohltal und das untere Mittelrheintal enorm bereichern wird. Mit dem Anstieg über die Himmelsleiter zur Lützinger Höhe erweist sich die Premiumroute in konditioneller Hinsicht allerdings als eine kleine Herausforderung. Bemerkenswert am Himmelsleiterweg sind der relativ hohe Pfadanteil, die ungewöhnlich große Anzahl herausragender Fernsichten und die unverlaufbar angebrachte Beschilderung der Strecke. Auch Sitzgruppen und Ruhebänke hat man in ausreichender Zahl platziert.

  Ein ausführlicher bebilderter Wanderbericht kann auf dem Wanderportal www.profirouten.de eingesehen werden.
Hier der Link: https://profirouten.de/rheintal/himmelsleiterweg-bei-brohl-luetzing


 
Streckenlänge: 14 Kilometer
Höhenmeter jeweils im Auf- und Abstieg: 348 Meter
Wanderzeit ohne Pausen:  4 Stunden