Grandiose Aussichten, trutzige Burgen, pittoreske Fachwerkorte und steile Weinberge: Am Romantischen Rhein locken links und rechts der Fernwanderwege Rheinsteig und Rheinburgenweg mehr als 20 Premium-Rundwanderwege – „Rheingold“ gehört zur Elite und bietet im Vor-Frühling viele Durchblicke.
Schon kurz hinter dem ersten Anstieg präsentiert sich an einer Bank die Aussicht „Kalkofen“, eine kleine Tafel macht auf die alte Tradition des Kalkbrennens aufmerksam. Nach 1,6 Kilometern treffen wir am Ortsrand von Holzfeld ein . An einem Querweg in der „Leimkaul“, einem ehemaligen Lehmabbau, treffen wir auf den RheinBurgenWeg, der uns vorerst bis zum Abzweig nach Hirzenach begleiten wird.
An der Siedlung der Wochenendhäuser nahe der Hangkante wechseln wir wieder in den bewaldeten Bereich. Dann fesselt der erste grandiose Rheinblick am „Wingertsberg“ unsere volle Aufmerksamkeit., bevor wir einem herrlichen Pfad durch urigen Eichenniederwald abwärtsfolgen. Am Rastplatz „Elberheide“ knickt der Pfad ins Padelsbachtal ab und führt uns kontinuierlich talwärts.
Nach strammem Abstieg queren wir den Bach. Von hier sind es nur wenige Meter, dann verlässt uns der RheinBurgenWeg, der an dieser Stelle nach Hirzenach abbiegt. Hier kann man zum Bahnhof und zur Gastronomie in den schmucken Ort absteigen. Wir laufen auf der Rheinschleife weiter und erreichen nach 4,6 Kilometern die Schutzhütte „Europakanzel“.
Auf engem Weinbergstreppchen und schmalem Felsenpfad erobern wir teils mit Seilsicherung den Felsgrat – hier ist an feuchten und frostigen Tagen Vorsicht geboten.
Zum Glück gibt es nach einigen Steilstücken immer wieder flachere Wegpassagen, und die enorm artenreiche Natur sorgt hier wieder für Abwechslung, sobald es wärmer wird. Ein schöner Blick bietet sich nach strammem Anstieg von einer Bank aus. Danach geht es mal wieder runter, bis wir nach an einer Sinnesbank an der Aussicht „Probsteigarten“ wieder auf den RheinBurgenWeg stoßen.Durch lichten Hangwald erreichen wir nach 7,3 Kilometern den Rastplatz an der Ploweslay und nur 150 Meter entfernt bietet sich am „Ginsterstück“ eine grandiose Aussicht auf die trutzigen Burgen der Feindlichen Brüder.
Im Bogen führt uns die Traumschleife weg vom Rhein, und lädt zum Blick ins Weilerbachtal ein. Auf und ab geht es durch den Wald weiter und unvermittelt treffen wir auf der Felsklippe am Aussichtspunkt Niederwald ein. Von hier erklimmen wir endgültig das Rheinplateau und verlassen den Wald. Wenig später erreichen wir an einer Bank den höchsten Punkt der Tour und eine fantastische Panoramaaussicht.
Wir wandern mit einigen Schlenkern zum nahen Edgar-Reitz-Blick, dann beginnt der langsame Abstieg zurück ins Padelsbachtal.
Fazit:
Der Traumblick von der Rheinhöhe spielte schon im Filmepos „Heimat“ eine Hauptrolle. Die Traumschleife Rheingold besticht durch atemberaubend schöne Ausblicke auf einen der eindrucksvollsten Abschnitte des Welterbetals Mittelrhein.
