Der Maifeld-Radweg nutzt die ehemalige Bahntrasse zwischen Mayen und Münstermaifeld und ist ein Paradies für Genussradler und Familien – und lässt sich nahezu überall abkürzen.

Groß und Klein flott unterwegs

Der Maifeld-Radweg nutzt die ehemalige Bahntrasse zwischen Mayen und Münstermaifeld und ist ein Paradies für Genussradler und Familien – und lässt sich nahezu überall abkürzen. Nach dem Start am Bahnhof Mayen-Ost (P1) verlassen wir die Stadt mit Blick auf den Wasserturm und die ehemalige Lokhalle. Bei Hausen zweigt links der Vulkanpark-Radweg ab. Der Maifeld-Radweg führt nun sanft abfallend in einer Schleife Richtung Nettetal.

Es folgt ein spektakulärer Streckenabschnitt. Zunächst fahren wir über das 31 Meter hohe Nette-Viadukt (P2). Die Natursteinbrücke wurde 1904 eingeweiht und überspannt das Tal auf 115 Metern. Nach der Brücke gelangen wir an dem mit Kork und Krüppeleichen bewachsenen Nettehang zu dem 250 Meter langen Tunnel Hausen II. Trotz der Tunnelbeleuchtung können Echos für eine gespenstische Stimmung sorgen: „Huuuuhhhh!“

Vom Lehnen-Viadukt haben wir einen „netten“ Blick auf das Nettetal, bevor wir in den Tunnel Hausen I (P3) „eintauchen“. Nach der 500 Meter langen Tunnelröhre passieren wir den ehemaligen Bahnhof Nettesürsch und das Bergwerk Margareta. Der Schiefer-Bergbau geht bis ins 15. Jh. zurück. Der gewonnene Moselschiefer wurde als hochwertiger Dachschiefer weiterverarbeitet.

In einer lang gezogenen Rechtskurve fahren wir unter der A 48 hindurch und erreichen Polch, wo der Maifeld-Radweg in einem Bogen zur Gaststätte Alter Bahnhof Polch (P4) führt. Das Wirtshaus mit Biergarten und großem Spielplatz bietet sich für eine Rast an.

In Polch gabelt sich der Maifeld-Radweg. Ein Streckenarm führt nach Ochtendung, der andere nach Münstermaifeld. Wir entscheiden uns für Münstermaifeld und müssen zunächst 50 Meter zur Weggabelung zurückfahren. Nach 4.5 km auf ebener Strecke begrüßen uns am Ortsrand von Mertloch das Gasthaus „Streckenhäuschen“ (und der Wasserspielplatz (P5), ein wahres Kinderparadies.Wer die „Bambinivariante“ fährt, hat mit dem Wasserspielplatz den Wendepunkt erreicht. Auf dem Hinweg geht es nach Polch zurück.

Hinter Mertloch führt der Maifeld-Radweg in zwei weiten Bögen Richtung Naunheim. Vom Weg aus können wir immer wieder herrliche Ausblicke auf das weite, sanft gewellte Maifeld genießen. Auf der „Langstrecke“ kommen wir am Ortsrand von Naunheim vorbei und steuern auf Münstermaifeld zu. Unterwegs bieten mehrere Bänke und Rastplätze Gelegenheit zum Verweilen. Der Maifeld- Radweg endet an der L 113 neben dem Ortsschild von Münstermaifeld. Der Ort „thront“ auf einem Hügel über dem Maifeld. Die Stiftskirche (P6), eine Wehrkirche aus dem 12. Jh., bestimmt den Blick auf Münstermaifeld.

Buchtipp: Traumtouren – E-Bike & Bike, Bände 1 bis 6, jeweils 15 Sonntagstouren unterschiedlicher Länge mit Detailkarten, GPS-Anbindung an die Gratis-App „traumtouren“ für unterwegs und zahlreichen Einkehr- und Erlebnistipps,  14,95 Euro, www.ideemediashop.de.

Fazit:

Die perfekte wie leichte Tour für Familien und Genussradler. Als „grüner Tunnel“ schlängelt sich der Maifeld-Radweg durch die Feldflur des Maifelds. Der Abschnitt von Polch nach Mertloch eignet sich als  auch als verkürzte „Bambinitour“. Gasthäuser, Spiel- und Rastplätze laden am Streckenrand zu Pausen ein.

  Start/Ziel: Bahnhof Mayen Ost, Ostbahnhofstraße 63, 56727 Mayen
Länge: 38.9 km
Dauer: 3 Std. 15 Min.
Höhenmeter: 462
Anspruch: leicht bis mittelschwer

Anfahrt:
A 61 bis Ausfahrt Mendig oder A 48 bis Ausfahrt Mayen, B 262 Richtung Mayen bis Ausfahrt Mayen- Hausen/Katzenberg, Mayen/Industriegebiet folgen, Koblenzer Straße stadteinwärts folgen, zum Bahnhof Mayen rechts abbiegen
Parkplatz: Am Bahnhof Mayen Ost
Zug: Lahn-Eifel-Bahn RB 23 und Pellenz-Eifel-Bahn RB 38 bis Bahnhof Mayen Ost