Touren-Tipps

 

Unterm Blätterdach zu den Hoheiten im Wald

Baumgiganten und königliche Weitblicke begeistern Wanderer auf dem Fürstenweg über Neuwied. Foto: ideemedia / Schöllkopf


Hoch über Neuwied: Auf fürstlicher Runde zwischen Bachtal und Kastanienallee

Was in der Eifel die Traumpfade sind links und rechts von Rheinsteig und Rheinburgenweg die Premiumrundwege der Rheinschleifen. Auch der Fürstenweg hoch über Neuwied führt auf einem Teilstück über die Trasse des Rheinsteigs und bietet an Sommertagen kühle Passagen und herrliche Aussichten über das Neuwieder Becken.

Am großen Parkplatz des Museums Monrepos beginnen wir die Tour auf dem Fürstenweg. Die idyllische und kurzweilige Runde führt über von der Anhöhe durch das Aubachtal  und zur Burg Altwied, weiter und durch die duftenden Wälder des Neuwieder Fürstenhauses zurück zum Museum Monrepos.

Wir laufen zur Zufahrtsstraße und wandern etwa 50 Meter auf der Straße nach links. Dann führt uns rechts ein Pfad mit stetem Gefälle in den Wald des Aubachtals.

Vor der ehemaligen Skihütte, von der nur noch Reste zeugen, biegen wir auf einen Wiesenpfad ab, der uns ins Bachtal und zum Rheinsteig führt. Nach 1,7 Kilometern genießen wir von Bänken aus den ersten Traumblick zum Rhein und bis weit hinein in die Eifel.

Wir queren die K 110, lassen die Schutzhütte des Waldfestplatzes Segendorf (hier alternative Einstiegsmöglichkeit) rechts liegen und wandern am Waldrand entlang weiter. Sanft senkt sich der  Weg ab und es öffnen sich traumhafte  Blicke über das Neuwieder Becken, bevor der Abstieg ins Wiedtal beginnt. Bald gesellt sich der Wiedweg zu uns, und wir wechseln von den Wiesen mal wieder in den Wald. Dort queren wir den Taleinschnitt des Morbachs, bevor wir uns wieder dem Wiedtal nähern.

Bald sind die ersten Häuser von Altwied erreicht. Den Fluss queren wir über die historische  Steinbrücke, um uns danach links der Burg zuzuwenden. Nach 4,3 Kilometern ragen die Gemäuer der Burg Altwied, deren Ursprünge im 12. Jahrhundert liegen, eindrucksvoll in den Himmel. Wenig später queren wir die K 107 und wenden uns einem ansteigenden Pfad im Wald zu. Ein hangparalleler Pfad bringt uns zu einer kleinen Schutzhütte am Wegesrand – auf diesem Abschnitt sind nach feuchten und kalten Nächten gutes Schuhwerk und Stöcke notwendig.

Wir halten uns links und peilen dabei bereits die gut sichtbare Laubachsmühle an. Nach sechs Kilometern treffen wir an der Mühle ein und queren die Straße.

Kurz darauf dürfen wir die Wied ein zweites Mal über die überdachte Holzbrücke queren. Am anderen Ufer wandern wir links auf dem Uferweg weiter und biegen an einer Weggabelung scharf rechts ab: Es geht wieder aufwärts!

Am Waldrand biegt der Fürstenweg links ab und führt uns durch eine idyllische Kastanienallee. Nach neun Kilometern gewinnen wir noch einmal etwas an Höhe. Am gegenüberliegenden Waldrand treffen wir auf einen Feldweg und laufen links weiter.

Wir folgen dem Waldrand und treffen an uralten Buchen auf einen Rastplatz und eine Schutzhütte. Anschließend folgen wir dem Wirtschaftsweg nach Süden. Wir passieren den ehemaligen Standort der Residenz des alten Schloss Monrepos, über den heute längst Gras gewachsen ist und bestaunen die riesigen Mammutbäume. Nach 10,5 Kilometern queren wir einen Weg und stehen unvermittelt vor dem Museum Monrepos. Ein Mammut grüßt von der Terrasse und lädt zur Zeitreise ein. Wir biegen links ab und folgen der Zufahrt zurück zum Parkplatz, wo sich nach 10,8 Kilometern der Kreis dieser fürstlichen Rundtour schließt.


Fazit:
Der Fürstenweg verbindet herrliche Ausblicke über das große Becken mit einmaligen Natur- und Kulturerlebnissen.

  Start/Ziel: Parkplatz Neuwied / Monrepos
Gesamtlänge: 10.8 km
Dauer: 3 Std. 30 Min.
Anspruch: Mittel
Anfahrt: B 42 bis nach Neuwied, weiter auf der L 255 bis zur Ausschilderung Monrepos. Im Ortsteil Segendorf über die K 110 bis zu den Parkplätzen.
Höchster Punkt: 319 m
Steigung/Gefälle: 345 m
ÖPNV: Neuwied ist per Bahn gut zu erreichen. Leider keine direkte Busverbindung nach Monrepos, sondern nur bis Segendorf oder Altwied.

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