Der Nahe-Radweg begleitet die Nahe von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein. Wir picken uns für eine erste leichte Frühlingstour den schönsten Streckenabschnitt heraus und fahren von Bad Sobernheim nach Bad Kreuznach. Mit der Bahn geht es entspannt zurück.
Zwischen Barfußpfad und Brückenhäusern: Kurze Tour für den einfachen Einstieg in den Rad-Frühling
Der Nahe-Radweg begleitet die Nahe von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein. Wir picken uns für eine erste leichte Frühlingstour den schönsten Streckenabschnitt heraus und fahren von Bad Sobernheim nach Bad Kreuznach. Mit der Bahn geht es entspannt zurück.
Wir besteigen die Räder am Bahnhof von Bad Sobernheim (P 1).
Beim Sommercafé erreichen wir nach kurzem Zuweg den Nahe-Radweg und beim Nahegarten bereits eine besondere Attraktion: den Barfußpfad (P 2). Auf dem 3,5 Kilometer langen Parcours mit unterschiedlichen Bodenbelägen haben Schuhe nichts verloren. Auch wenn wir unseren Füßen den Barfußpfad wegen der Temperaturen zur Zeit nicht gönnen - er bleibt ein Ziel zum Wiederkommen im Sommer.
Der Nahe-Radweg führt am Fuß des Staudernheimer Hanges durch Felder und Wiesen. In der sonnigen Hanglage gedeihen in wenigen Monaten wieder Orchideen und ein hervorragender Wein. Vor uns taucht in der Ferne der Heimberg mit dem markanten Aussichtsturm auf. Der Radweg verläuft unmittelbar am Naheufer entlang einer Gartenkolonie. Anschließend verengt sich das Nahetal, und der Radweg weicht unterhalb des Heimbergs auf die Landstraße aus. Danach erreichen wir den Abzweig zum Heimbergturm (P 3) - und können zwischen Kurz- und Langstrecke wählen.
Langstreckenfahrer entscheiden sich für die „Bergwertung“. Ohne E-Bike ist der Steilanstieg allerdings nur trainierten Radfahrern zu empfehlen. Die letzten 650 Meter zum 29 Meter hohen Heimbergturm (P 4) sind richtig steil. Bei klarem Wetter ist der Rundumblick grandios. Den Aufstiegsweg wählen wir auch für die Abfahrt und kehren an die Nahe und zum Abzweig (P 3) zurück. An Fluss und Bahnlinie geht es entlang, bis die Landstraße in den Weinberghang zum Gut Hermannsberg (P 5) abknickt. Nach zwei Serpentinenkurven blicken wir von der ehemaligen Residenz der Königlich-Preußischen Weinbaudomäne Niederhausen-Schlossböckelheim über das Nahetal hinunter nach Oberhausen.
Es folgt eine Traumabfahrt zur Staustufe Niederhausen (P 6). Anschließend ist eine knapp 5 Kilometer lange Passage auf einem Kiesweg zu bewältigen (Vorsicht bei Nässe!). Vor uns liegt das Felsmassiv des Rotenfels. Mit einer Wandhöhe von 202 Metern und einer Länge von 1200 Metern ist der Rotenfels die größte Steilwand zwischen den Alpen und Skandinavien. Naheaufwärts schauen wir auf den Rotenfels und naheabwärts blicken wir zur Burg Ebernburg.
Auf der mit Platanen bestandenen Kurhausstraße nähern wir uns dem Wahrzeichen von Bad Kreuznach, den Brückenhäusern (P 9) auf der Alten Nahebrücke. Dort verlassen wir den Radweg zum Bahnhof Bad Kreuznach (P 10). Die Bahn bringt uns zurück.
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Die Kurzbeschreibung der Nahetour stammt aus dem Band 5 „Hunsrück, Nahe, Rheinhessen“.
Fazit:
Eine Flussradwegtour der Extraklasse mit ganz vielen Höhepunkten und als Kurzstrecke weitgehend flach. Wer es sportlich liebt, wählt die Langstrecke mit dem Abstecher zum Heimbergturm.
